Hast Du Auf Wiedersehen
Schon mal gesehen
Und es beim Wiedersehen
Genau so aussah
Wie beim Fortgehen?
Beifern ist nicht beinah
Ein Wiedergeschehen
Ist niemals wirklich ein Wiedergeshehen
Heute nein war gestern ja.
Heimat, Adé
Sagten schon viele
Und dachten Auf Wiedersehen
Heimat, auf Wiedersehen
Schwören schon viele
Und meinten nur Adé.
Freiheit
Ich schicke gerne
Ich würde gerne schicken
Eine Träne auf Reise
Getragen auf Lachflügeln meiner Lächeln
Idealerweise
Und dann schauen
Ob sie Dir Dein Lächeln entlockt
Oder ob eine Träne Deinen Atem stockt
Denn beide sind Gesichter meiner Glücksmünze –
Ich werfe sie in Deine Seele sachte
Idealerweise
Und wünsche uns allen leise
Alles Gute –
Freiheit…
Gerne würde ich mich öffnen
Ich habe es versucht
Doch meine Augen, die sind trocken
Nur die Nacht versteht es
Mir zu entlocken
Schmerz und Sehnsucht.
Einer muß das Verschlüßelte
Erst entschlüsseln (können) (wollen) (müssen)
Und darin liegt die Kunst.
Die Dichtung ist ein stilles Bild
Die in Richtung einer Realität zeigt
Die jenseits der Dichtung liegt.
Sich in die Dichtung zu verlieben
An der Dichtung zu hängen
Und bei der Dichtung stehen zu bleiben
Ohne in die darüber und dahinter
Lebende Realität hinein zu gehen,
Ein Teil dessen unvollkommen, unvollständig
Und meistens fehlerhaft VERDICHTET wurde
Als Dichtung ins Gedicht,
Wäre:
Der Dichtung ihren wahren Sinn und
Wahren Zweck zu berauben;
Wäre:
Ihr Dasein vergebens und umsonst zu machen
Fast wäre es besser, das Gedicht
Wurde nie geschrieben.
Die Dichtung fungiert und funktioniert
In ihrer höchsten Form
Am besten als Botschafter, als Zeigefinger
Um das Vorhandensein dessen zu bezeugen
Und darauf hinzuweisen:
Ein Ort und eine Zeit
Und eine Beschaffenheit und ein Sein
Wo das, was schwach in dem Gedicht
Zu ahnen ist,
Keine Dichtung ist
Sondern normale und echte
Realität.
Die Wirklichkeit.
Es ist die Liebe zum Leben
Die in ruhigen Stunden
Die Gedichte in mir sich erheben
Ließ, und mich sie aufheben –
Sonst wären sie wieder verschwunden.
Schaffe in Deinem Leben Raum
Zu verwirklichen einen lieben Traum
Mittig in Dir – nicht am Saum.
Der Liebe Traum ist mehr als Traum
Er ist Erhaltung, Nahrung, Lebensbaum.
Ernst knapp ist nur die liebe Zeit
Doch die Zeit, die man der Liebe verleiht
Damit der Liebe Traum gedeiht
Das allein ist wahrlich die Lebenszeit
Denn die erhält man zurück als Ewigkeit.
Geblendet nicht erleuchtet
Wollten sie sein
Geschändet und befeuchtet
Rein, raus, rein
So muß das sein. Nein
Ich lag lange danach wach
Genau so schnell zack zack zack!
War meine Ruhe völlig weg
Noch nie schmeckte der Sex
Ohne Bezug so gut wie es
Die Versuchung versprach.
Alles für den Pass
Machen
Erntet nur Haß.
Tatsachen.
Alles lieber in Maßen
Und nur nach gutem Gewissen
Alles Gute beleidigen
Um Nation zu verteidigen
Erntet nur Haß
Im bodenlosen Faß
Alles lieber in Maßen
Und nur nach gutem Gewissen
Alles, was Mensch macht, wenn
Er sich nach Sicherheit sehnt…
Alles, was Mensch wagt, um
In Sicherheit zu geraten…
Alles, was Mensch zeigt, wenn
Er sich in Sicherheit wähnt…
Alles, was Mensch tut, um
Seine Sicherheit zu verwalten…
Alles, was Mensch fühlt, wenn
Ihn die Sicherheit ablehnt…
Ergeben zusammen die fünf Seiten
Seiner Wahrheitspyramide
In der er mumifiziert liegt
Halb Mensch und halb Gelübde
Gefangen in seiner Schicksalsschmiede.
Ich brauche meine Brille
Um meine Brille zu finden
Nur der Freie Wille
Kann den gebundenen Willen entbinden
Gefangen im Spiegel
Verkehrt schwanger
Mein Bauch drückt meinen Rücken
Rückwärts raus
Ich drehe mich im Kreis
Im Kreissaal
Der Fall beschleunigt den Fall
Die Seele ist selbst eine Hülle –
Ohne den Geist
Kann der Geist nichts empfinden.
Zusammen marschieren
Getrennt kassieren
Alleine erfrieren –
Wessen Krieg führst Du aus?
Kind, komm wieder nach Haus
Sonst werden wir trotz geladenem Applaus
Die Menschheit verlieren.