Wieder von Vorne anfangen Verlorene Zeit abhaken Es lebt noch Dein Verlangen Nach gleichartigen Geistern Nach Kunst ohne Kompromiss Du Dich selbst wieder begeistern Die Fähigkeit, Altes los zu lassen Ist unsere größte Superkraft Ist Macht, uns Neuem anzupassen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
deutsch
SCHWEIGSAMKEIT
Ich sterbe den Tod der Worte Wenn die Empfindungen eine Tiefe streifen Jenseits der verbalisierbaren Innenorte. Nur die Schweigsamen werden mich begreifen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
VERBORGENE BLUMEN
Meine Blumen blühen wo keiner sie sieht Und welken wo keiner sie sterben hört. Alles, was Ihr merkt ist ab und an mein Lächeln und dann mein ernster Blick der Euch leise stört. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
ZARTE BINDUNGEN
Mein Frankfurt Nach dem es lange mich nicht haben wollte Anscheinend Will es mich jetzt nicht mehr gehen lassen Anscheinend Es sind diese unerklärbaren Gefühle die mich zart fesseln So wie einst unerklärliche Gefühle mich subtil ausgrenzten. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
MINDESTENS DREI
Ich verschlinge Menschen Wie Nahrung - Du auch? Drei Mahlzeiten pro Tag Mindestens drei neue Menschen Stehen täglich auf der Menükarte Ernährung für die Seele Ergänzung für den Geist Wein für den Neugier Brot für die persönliche Weiterentwicklung. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
DEIN MEISTERSTÜCK
Während Du neben mir liefst Merkte ich, daß Du schliefst Denn Deine Augen waren nur nach Vorne gerichtet Die Samen am Straßenrand hast Du nicht gesichtet Wir liefen und redeten über das gelobte Land Ich hielt derweil eine Gießkanne in meiner Hand Und als Du abends neben mir Pause machtest Merkte ich, wie Du plötzlich aufwachtest Denn Du sahst auf meiner Straßenseite Blühende Blumen bis in ferne Weite. Jetzt verstehst Du warum ich ständig Am schaffen bin, stündlich, täglich - Dein Meisterstück ist eine Blume am Straßenrand An der Du vorbeiläufst unterwegs ins gelobte Land. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
FRANKFURT FLIESST
Diese Stadt lange mir verschlossen öffnest Dich mir unerwartet tief und zart. Wer hätt‘s gedacht? Wir sind Artgenossen. Wie viel Vielschichtigkeit haben wir gemeinsam? Wer unser Inneres erreichen will der muß ehrlich sein und geduldig und einsam und egal wie laut nebenbei auch still. Und am allerbesten ist der Fluß dessen Anfang und Ende keiner sieht Viele starren hinein und fassen den Entschluss dem ebenso zu folgen, der sie anzieht. So fließen wir weiter mit, bauen weiter, wachsen immer weiter - Wir sind der Welt der Querschnitt und unserer Zukunft die eigenen Wegbereiter. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
WAHRHEIT
Kreuz Wo sich alles überkreuzt Diagonal, quer An einem Punkt alle Grenzen überquert Oben unten, links und rechts… Da gibt Dir die Wahrheit recht. Gleich, gewichtig. Gleichgewicht. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
AUF NIMMER
Auf Wiedersehen Ist die größte Lüge der Welt Niemals willst Du wieder sehen Jemanden, der Dir nicht gefällt. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
WOLLEN WIR WOLLEN
Wollen wir haben müssen wir wollen Wollen wir wollen müssen wir spüren Wollen wir spüren müssen wir suchen Wollen wir suchen müssen wir unzufrieden sein unruhig sein, entschlossen sein los zu lassen was wir bereits haben und zu zu lassen neue Lust am Sein und ein neues Bewusstsein. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
