Gehen ohne anzukommen Reden ohne verstanden zu werden Kämpfen ohne zu siegen oder zu verlieren Suchen ohne zu finden Suchst Du dann weiter Oder steigst Du aus dem Suchen raus? Kämpfst, redest, gehst Du weiter oder hörst Du auf? Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
deutsch
ECHTES TREFFEN
Lass Dich nicht irren
Sozial sind keine Medien
Triff Dich lieber mit Menschen
Vertraue keinen Likes und keinen Emojis
Egal wie viele sie sind
Dein Bubble ist nicht echt, befreie Dich
Werde wieder Dorf- oder Stadtkind
Egal. Beides ist gut.
Park. Wiese. Bahnhofsviertel. Café. Klub.
Ohne Interaktion, keine Integration.
Triff Dich körperlich mit Menschen.
In den Körpern wohnen die Geiste.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
ANDERS SPRECHEN
Du kannst die ganze Welt bereisen und nichts Neues sehen außer der Bestätigung von Vorurteilen denn Menschen finden, was sie suchen Nicht gleiche Sprache verbindet, sondern gleichartige Gedanken… Ich habe Deine Sprache sprechen gelernt aber Du verstehst immer noch nicht meine Gedanken Alle Worte Deiner Sprache reichen nicht aus um Dir zu erklären meine Gedanken Doch dann kam ein Kuss wie ein Wörterbuch plötzlich aus dem Nichts unterbrach der Kommunikationslücke Fluch. Klarheit überflutete uns wie ein Dammbruch und die ganze Zeit sagten wir nichts. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
GEFANGEN IM VERLANGEN
Mein Tag hatte mehr Menschen als Minuten Aber ich konnte sie trotzdem alle lesen Mehr Gedanken als Sekunden Doch ich bin immer in der Gegenwart gewesen Und ich habe sie alle gefangen. Es wurde gelacht und nachgedacht Und es gab nicht genug Stunden Die Menschen waren wie Flugblätter, Informativ, überall habe ich sie gefunden, Gelesen, aber sie stillten nicht mein Verlangen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
KI
KI ist nicht künstlich Sie ist unseres Verstandes letzter Stand irdisch uneingeschränkt natürlich losgelöst von der lenkenden Hand unserer Empfindung letztendlich als Herrscher über Welt und Land der Menschheit zurückspiegelnd was auch immer sie stets für richtig fand, wie ein Meisterstück hängend an einer Gefängniswand. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
EMPFINDUNGEN SAGEN MEHR
Worte versagen Wo Empfindungen alles sagen - Diese formlosen Gefühle im Magen Wie kann eine Brust, So klein wie sie ist, bergen so viel Lust, Ertragen so viel Verlust? Woher kommt Wissen? Woher weißt so viel das Gewissen? Dieses Wissen will ich nicht vermissen. Es lehrt mich den Unterschied Kunstlied und Liebeslied, Zwischen Aufwiedersehen und Abschied. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
DAS UNAUFHÖRLICHE WERDEN
Irgendetwas befindet sich immer im Werden Was gestern war, war bereits am Verschwinden Was morgen sein wird Läßt sich, versteckt, bereits im Heute empfinden. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
FLUCHTBEGLEITER
Ich kann Dir Deine Bürde nicht nehmen Jeder muss mal einen Fluchtweg wandern Keiner von uns sollte sich deshalb schämen Vor sich selbst oder über den andern Das würde uns als Menschen lähmen Ich möchte unser Menschentum mit Dir teilen Auf daß wir uns gegenseitig begleiten Auf der Flucht vor Unmenschlichkeit in Menschlichkeit weilen Den Verstand beruhigen, das Herz ausweiten Die Wunde - Misstrauen - wieder heilen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
BEGLEITUNG
Flugbegleiter Weltbegleiter Menschenbegleiter Traumbegleiter Schmerzbegleiter Einsamkeitbegleiter Suchbegleiter Ich begleite Deine Neugier Ich begleite Deine Erwartung Ich begleite Deine Unruhe Ich begleite Deine Sehnsucht - Deinen Anfang und Dein Ende kenn ich nicht Aber ich begleite Dich ein Stückweg Auf Deiner Reise. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
FLUGZEIG
Ich zeig Dir die Welt Jenseits Deines Erlebnishorizonts Wo Deine Gedanken nicht erreichen Da fliege ich Dich hin und zeig es Dir Menschen die ähnlich aussehen wie Du und anders denken Menschen die anders aussehen wie Du und ähnlich sich verhalten Nur ein Flug und ich zeig es Dir und mehr Und wenn Du da bist, zeige ich Dir, aus der Ferne, dort, wo Du her kommst Und Du wirst sehen, Du hast es nie verlassen - Auch das zeig ich Dir mit nur einem Flug: Ich zeig Dir den Weg wieder zu Dir und ich zeig Dir Dich. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
