Schwarz ist ein Magnet, zieht weiße Herrschsucht an, egal wie groß das Schwarz steht, egal wie klein das Weiß kann - Die Art scheint die Art zu wecken. Geschichte war für solche nur Blut lecken. Das Bewusstsein läßt sich nicht verstecken, nur bekämpfen und besiegen irgendwann in jeder Begegnung mit Frau und Mann. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
über Leiden
ZWEI STAATEN, EIN LAND
Zwei Völker Zwei Herzen Zwei Sprachen Zwei Glauben Zwei Welten Zwei Staaten Ein Land. Wer reicht, wer akzeptiert, ehrlich die Freundschaftshand? Wann gewinnt Versöhnung beiderseits die Oberhand? Religion ist niemals des Glückes Unterpfand. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
ERDBESUCHER
Hier bin ich doch nicht Zuhause Die Frage ist nicht, ob ich gehen werde Sondern wann. Eine riesengroße Erde Voller Heimatlose suchend ohne Pause Und findend nur mehr Heimatlose Die wie sie nicht teilen wollen Eine kleine Erde, die wir alle teilen sollen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
DER SEHR NAHE OSTEN
Die Bomben verplomben! Aber wer kann Hassen lassen? Der Osten ist haut Nah Er teilt uns wie ein Keil Unheilbar? Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
MEINS
Ich schweige Jedes Mal Wenn ich zum Schrift greife Oder was denkt Ihr denn? Ich zeig Euch mein Herz? Einfach so? Wenn ich es Euch zeige würde Was hätte ich dann noch übrig Für mich? Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
WAS ANDERE NICHT TIEFER QUÄLT
Was fehlt einem so Großes was anderen nicht mehrfach fehlt? Was andere nicht tiefer quält. Und die, der gegenüber Er sich beschwerte, hat sich gestählt und ließ ihre Leiden unerzählt. Sie hörte zu und tröstete aber ihr Herz war wund geschält Und in ihren Augen hat‘s geschwelt Aber er merkte es nicht hat sie mit seinem Verlangen gepfählt und sich mit ihr für eine Nacht vermählt. Sie ließ sich durch ihn ablenken von Euch Schmerzen, die ihre Freude täglich stehlt. Wahrlich: SIE hat ihn ausgewählt. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
WIEDER AUFZUSTEHEN
Just als sie dachten sie hätten Dich gekreuzigt stehst Du wieder auf - Wohl dem, der Dich beherzigt! Die Tiefe des Menschengeistes seine Vielschichtigkeit hören nie auf zu verblüffen - übertreffen seine Weitsichtigkeit: Du kennst Dich selbst nicht was Du ertragen und überwinden kannst weißt selbst Du nicht - weshalb Du nie dafür planst, nach Deinem Tod wieder zu erwachen wieder zu erstarken und aufzustehen das Vergangene hinter Dir zu lassen und, weise geworden, weiter zu gehen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
PERSPEKTIVE WECHSELN
Die Größe des Geistes zeigt sich darin, Gleichart im Menschsein erkennen zu können. Auch wenn im Moment anscheinend Wahnsinn herrscht, diesen Gedanken werd ich mir gönnen: Perspektive wechseln, es gibt auch Gewinn im Schmerz, dem fast bodenlosen Brunnen, aus dem wir schöpfen neuen Lebenssinn. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
WISSEN ÄNDERT DAS BEWUSSTSEIN
Das Gesehene Kann nicht ungesehen werden Gehörtes kann nicht Ungehört werden Wissen ändert das Bewusstsein Unveränderlich. Ich möchte so tun Als wisse ich nicht, wie Ihr über mich denkt - Schwer aber, wenn Wissen Das Bewusstsein lenkt. Das Bewusstsein mit Bewusstsein beschenkt Und damit einschränkt. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
ABSTURZ
Es sind mehr Menschen von Armut gefährdet Als Ihr denken würdet Ein Tag vor dem Absturz wirken sie stolz und stark Ein Tag danach schlafen sie das erste Mal im Park Entwurzelt, nimmer mehr geerdet Hoffend, bin bestimmt bald wieder autark. Ins Loch rutschen, das geht schnell Wieder heraus klettern schwer ohne Gestell Schwer ohne System offen dem Appell. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
