Es ist jene Stunde erneut der Selbstliebe des Selbsthasses der gesteigerten Triebe des inneren Kompasses der Hoffnungssiebe des Ich-Strafmaßes der Traumdiebe des neuen Anlasses die Wunde zu lecken, unbereut. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
über Leiden
WEH TUN
Wenn Schmerz nicht mehr Weh tut, wende Dich an Freude. Sie ist schlimmer wenn sie vergeht. Wenn der Hass nicht mehr Weh tut, hab Acht vor der Liebe. Sie hinterlässt Scherben überall wo sie hin geht. Und ich? Und was ist mit mir? Wenn Du mir nicht mehr weh tun kannst, liebe ich Dich nicht mehr. Es ist zu spät. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
ZEIT OHNE MAHL
Wann kommt die nächste Mahlzeit
wenn die Zeit selbst zum Mahl wird?
Wer hat sie auf deren Menükarte serviert,
bezahlt, bekommen, in Besitz genommen,
aufgefressen, genossen? Zeit unseres Lebens.
Unterdessen wächst der Hunger
und größer und größer die Zeit ohne Mahl,
egal, wer die letzte Wahl gewonnen hat.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
HUNGERSPIELE
Nahrungsmittelknappheit Weil die Pflugscharen zu Schwertern Zurück gewandelt worden sind Friedhöfe wachsen wieder aus Feldern. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
