UNEINIG

Wer hat die Tür
Geöffnet? Dafür
Muß er hinaus –
Es ist ein müdes Haus.

Der Stuhl kniet
Unter dem Tisch, beriet
Sich unsichtbar
Mit niemandem offenbar
Gefangen ist der Tisch fest
Denn die Stühle knieen zu sechst:
Eigentlich.

Wer sieht denn alles?
Ignoranz des x-ten Males
Würgt. Langsam atmen
Es ist meistens nur raten
Wenig wissen
Das Weltenhaus ist zerrissen
Eigentlich.

Dieses Gedicht
Endet deshalb heute nicht.

– Che Chidi Chukwumerije.

KÖNNEN NUR POLITIKER DIE WELT VERÄNDERN?

Da ich selten marschiere
Und mit marschiere
Da ich selten koaliere
Frage ich mich…

Da ich alles sehe und alles höre
Doch wenn ich den Mund aufmache
Über ganz andere Dinge rede, als die heißen Themen
Frage ich mich…

Von welchem Planeten komme ich?
Auf welchem Stern lebe ich?
Was hat mich anders programmiert?
Denn oft verstehe ich nicht

Wieso alle in eine bestimmte Richtung laufen
Während hier doch vor meinen Füßen
Ein andrer Pfad mich dorthin führt
Wo die neue Welt geboren wird.

– Che Chidi Chukwumerije.

MITEINANDER

Ich bin Fremder in Deutschland
Und bekomme es zu spüren
Weniger ist mehr

Doch die Da-zugehörigkeit
Sie überwiegt
Siegt.

Nie sah ich die Menschheit
Einig unter sich
Und man sagt, ich habe schon mehrmals gelebt
Seit Urzeiten mal hier
Mal dort
In vielen Menschenherzen, ewige Kultur

Immer gab es einen Grund,
Zwiezuspalten
Und das Miteinander immer wieder
Neu zu gestalten.

– Che Chidi Chukwumerije.

WIR MÜSSEN ZUSAMMEN HALTEN

Wir müssen zusammen halten
Denn die Stunde ist gekommen
Die Hasserfüllten wollen alle Gesellschaften spalten

Aber dies ist auch die Stunde
In der unsere Zivilisation einen Sprung macht
Nach Vorne in die nächste Runde

Unsere Werte werden überwiegen –
Die Furien sind entfesselt,
Zu wüten aber niemals zu siegen!

– Che Chidi Chukwumerije.