Wie in Mordor oder dem Imperium, Der Überlegene sieht nur seine Stärke, Begreift allein seine persönlichen Ziele, Kennt nur die Macht seiner eigenen Werke. Die Schwerkraft seiner Arroganz Hält seine Wahrnehmung der Realität Auf sich gerichtet, in sich selbst gefangen, Verpönt Sachlichkeit, verlangt blinde Loyalität. Verteidiger und Verteidigerinnen der Menschheit Werte, Ihr werdet gesucht; Dies ist Euer Kampf zu gewinnen, Jetzt ist Eure Stunde, ergreift nicht die Flucht weg von Eueren Tugenden und Werken. Sehnsucht erfüllt das Herz der Menschheit. Lebt und gebt Eure größten Störken: Menschlichkeit, Wahrhaftigkeit, Einigkeit. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
über Werte und Verantwortung
NICHT DAS ERSTE MAL
Die Welt wurde so schnell anders Wir sind alle noch verwirrt - Und dennoch. Es ist nichts besonderes. Die Welt hat sich früher schonmal verirrt… Und nachdem wir den Schock überstanden hatten, haben wir uns als Menschen neu erfunden, und retteten tapfer der Menschheit Schicksal. Bullys glauben immer an die Macht ihrer Waffen und unterschätzen den Menschengeist jedes Mal. Aber auch dieses Mal werden wir es wieder schaffen! Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
AN DAS WEIBLICHE
Wäre Ahnung eine Person, dann wäre sie ein Weib. Wäre Tiefe ein Körper, bestimmt ein weiblicher Leib. Würde Heim, würde Heimat Form nehmen genau, dann stünde vor unseren Augen eine warme und tiefe Frau. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
GIESSET DIE BLUMEN
Alle diese Gedanken, die wir denken, in die Welt setzen, was geschieht mit ihnen? Die die ätzen, vernichten, verletzen. Wir kommen und gehen aber unsere Gedanken bleiben wie unsichtbare Wolken die verdichtend nicht weiter treiben. Gedanken der Habsucht, der Ichsucht und der Selbstsucht, Gedanken der Eigensucht und weniger der Lichtsehnsucht. Ab und zu in der Wüste hier und da ersprießt unerklärlich eine einsame tapfere Blume. Halte durch, Du bist unentbehrlich. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
GROSSER GEIST
Es war mal ein Geist So groß wie ein Berg Er bewohnte einen Körper So klein wie ein Zwerg Er hatte Gedanken So hoch wie ein Baum Aber seine Stimme Füllte kaum einen Raum Er half vielen Menschen Aber sie wussten es nicht Denn er machte es heimlich Zeigte nie sein Gesicht Er möchte nicht, daß Du Entdeckest, wer er ist… Er will nur, daß auch Du Ein bescheidner Diener bist. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
DER WERT EINES MENSCHEN
Was macht einen Mensch wertvoll? Geld? Macht? Waffen? Schönheit? Aber alles Haben verlangt sein Soll. Wahrhaftigkeit. Liebe. Bescheidenheit. Manche finden den Zugang zum Geldfluss Und sind dann „reich“. Andere nicht. Manchen haben Macht und deren Genuss Und werden hart und weich. Viele nicht. Manche sind körperlich schön - zum Verdruss. Denen ist alles gleich. Den meisten nicht. Doch gut sein und wahr sein und bescheiden sein Ist kostenlos. Das können alle sein. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
EIN ORT FÜR TATEN
Es gibt eine Ecke in der gesellschaftlichen Seele Die siehst sie nie selbst nicht mit der schärfsten Brille Deines Verstandes. Nicht mal das Herz ahnt daß sie vorhanden ist, diese Ecke. Nur Güte bahnt sich den Weg zu ihr. Taten der Güte, der Menschlichkeit, der Selbstlosigkeit, der Freundlichkeit, nur Handlungen öffnet der Seele ihr Herz, ihre verschlossene Kehle und lässt Worte - die echten, die warmen - Form nehmen und Dich umarmen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
JA ZU NEIN
Irgendwann findest Du die Kraft um Nein zu sagen, dauerhaft. Nicht das wankelmütige Nein, strauchelnd von Jein zu Jein; nicht das unsichere Nein, unfähig allein stehend zu sein; nicht das gezwungene Nein, ruhend auf fremdem Standbein; sondern das überzeugte Nein, das klar durchblickende Nein, das eine Bejahung dessen ist, was Du jetzt weißt, das Du bist. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
EINE PERSÖNLICHE SUCHE
So, wie die Menschheit heute ist, kann sie unmöglich sich selbst überleben. Nur Gott weiß, nur Gott kann, nur Gott ist in der Lage, uns die Heilung zu geben. Aber wer weiß denn noch, wer Er ist oder was Er ist oder wo Er ist oder wie Er ist? Wer schämt sich nicht, darnach zu streben? Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
VERSTECKT SEIN
Sie zeigen alle Haut zeigen keine Seele Die Oberfläche hat uns die Tiefe geklaut. Schön ist die Blume, heilend ist das Kraut Sein Versteckt-sein zählt zu seinem höchsten Reichtume. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
