Ich höre so viele Gedanken Ohne daß irgendwas gesagt wurde; Ich überspringe und umfahre Manch eine unsichtbare Hürde, Als ob ich sie dunkel ahnen würde. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
von Orten und Zeiten und Gefühlslagen
NACH DEM STURM
Das Herz ist leer gefegt worden Eine Straße nach einem Sturm Abuja riecht nach frischem Regen Öffnet sich nackt mit stiller Charme Und erinnert mich an etwas, das nie war, sich aber so anfühlt, als wäre es gewesen Und jetzt, wo es vorbei ist, wird mir klar Alles ernst zu nehmen, was ich einst gelesen. Che Chidi Chukwumerije Poems from the inner river
NOTIZ AN MICH SELBST
Du bist heute nicht gestern mutig nicht schüchtern bereit zum Reden nicht zum Lästern klare Worte kein Flüstern wartend auf Neustart wartend auf Ostern. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
NEUBEGINN
Es kommt immer eines Tages der Tag, an dem sich alles dreht; ein Kapitel endet. Nichts Vages, sondern Tatsächliches. Fest steht, ein neuer Lebensabschnitt setzt an, die Zeit für Neubeginn fängt jetzt an - Versöhnung, Loslassen, Neustart. Es geht. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
SPIELE
Die Kinder spielen Basketball
Die Eltern sitzen abseits
Spielen Gedankenspiele und
Kommentieren das Spiel ihrerseits.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
REISEABSCHNITTE
Manche reisen alleine zu zweit Andere reisen zu zweit allein Ein Flugzeug erzählt viele Geschichten Fliegen ist ein versammeltes einsam-Sein Der eine schaut zurück auf die Vergangenheit Die andere blickt nach Vorne in die Zukunft Jemand schläft und jemand guckt Fernsehen Alle warten auf die Ankunft. Aber selten kommt man an, wenn man ankommt - Die Reise geht meistens weiter… Ich war nur der Flug-, nicht der Lebens-, Begleiter. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
EIN VÖLLIG NORMALER TAG
Ein Tag genügt um ein Leben zu durchleben Alles - Liebe und Hass tauschen, nehmen und geben Wachsen oder zurückfallen, verstehen oder vergessen, stecken bleiben oder weitergehen - und unterdessen einen völlig normalen Tag äußerlich leben. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
WILLENSKRAFT WIR
Wollen wir „wir“ wollen? Wollen wir? Wir wollen! Ja, wollen wir! Wollen ist unser Wir Handeln ist unser Wir Denken ist unser Wir Empfinden ist unser Wir Wollen wir? Ja, wollen wir! Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
SIEHST DU
Die Gesellschaft die Dich mit fremden Augen ansieht wird Dir immer wieder und wird Dir eines Tages zeigen, sie sieht Dich nicht als Mitglied. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
SELBSTGAST
Hotelzimmer haben etwas Fremdes und Vertrautes zugleich. Du bist weit weg von Dir und bist in Dir ein Besucher in einem Friedensreich. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
