Strauß
wo Du bist
bin ich Zuhaus
Denn die Hände
die Dich gemacht haben
sind die Wände
die mich schützen
Sind die Wände
die mich stützen.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung

Strauß
wo Du bist
bin ich Zuhaus
Denn die Hände
die Dich gemacht haben
sind die Wände
die mich schützen
Sind die Wände
die mich stützen.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung

Veränderung
Hängt in der Luft
Unverändert
Jedes Mal sieht sie gleich aus
Und doch heißt sie Veränderung
Weil sie genau das ist
Unverändert.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Du bist mein Rosa-Baum
Da blühst Du auf
Im Vordergrund, zarter Frühlingsschaum,
Und im Hintergrund, bunter Auflauf,
Gleichzeitig auch Du, Sommers Traum.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung

Bist du blauer, Himmel?
oder bist du es, Autobahn?
Ihr müsst Euch endlich küssen
wo keiner Euch sieht
nicht mal ihr Euch selbst
aber schnell
bald steigt die Morgensonne
und sie verrät all eure Gedanken
wie Bäume am Straßenrand
und enthüllt die Wolken in euren Augen
und die lauten Autos,
wie viel zu viele fremde Worte
in eurem Schweigen.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Kaskadierend
schlendert das Wasser
die Felsmauer langsam herunter
und ich wusste, so sehen Tränen aus,
wenn ein Berg leise zu sich weint.
Und warum sollte er nicht weinen?
Da thront er, ummantelt von der Einsamkeit –
Die Menschen kommen und gehen
Die Bäume kommen und gehen
Die Vögel kommen und gehen
Doch der Berg steht.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Auf der Suche nach dem Störenfried,
dem Eindringling in meine Gefühlswelt:
Ein Gedanke unter Tausenden,
Er tauchte kurz wie ein Spaziergänger auf,
grinste spöttisch, verhöhnend,
verschwand ganz schnell wieder …
bevor ich ihn fassen konnte.
Und jetzt bin ich da, verunsichert,
tanze nervös in meinen Gedanken rum
zum Takt meiner Herzschläge –
So mächtig ist ein einzelner falscher Gedanke,
wenn Du nur in Deinem Kopf lebst.
Ich gebe die Suche nach dem Störenfried auf.
Mein Herz lacht und ich bin nicht mehr gestört.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Jeder Tag ist der Anfang
des Lebens und sein Ende.
Es gibt keine Ewigkeit
Es gibt keine Unendlichkeit
Es gibt nur Tag und Nacht
Und sie ergänzen sich
Wie Du und ich.
Es gibt keine Ewigkeit
Es gibt keine Unendlichkeit
Es gibt nur Tag und Nacht.
Den Traum
Und das Streben danach,
Ihn wahr werden zu lassen,
Jeden Tag Du und ich.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Wo kann ich mein Geheimnis verstecken,
damit es vor Dir sicher ist?
Denn mein Herz gehorcht mir nicht,
wenn ich es zum Schweigen befehle.
Selbst ich war mal sein Geheimnis,
doch guck: Hier bin ich jetzt, sichtbar.
Mein Herz hat mich enthüllt und verraten.
Jeder kann mich lesen wie sein Tagebuch.
Wo kann ich nur mein Geheimnis verstecken,
damit es vor Dir sicher ist?
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Einer dieser leeren Tage
Die so voll sind –
Eine laute geladene Frage
Wenig Substanz, viel Wind.
Tausend Punkte, vage.
Tausend Blicke, blind.
Erwachsenen sind nicht in der Lage
Zu finden das innere Kind.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Ich bin noch nicht satt
Du bist mein unbeschriebenes Blatt
Meine rätselhafte Heimat
Ich hatte noch nicht genug
Deine Wahrheit betrug zur Hälfte Betrug
Mit Dir, ohne Dich, beides ist Entzug
Ich möchte mehr von Dir
Denn mehr von Dir ist mehr von mir
Wenn‘s richtig ist, reimt‘s sich auf wir
Denn richtig ist immer einfach
Denke tiefer nach:
Das ist alles, was uns das Leben versprach.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung