HELL

You had to go to hell
To get the truth
After your ejected it
In heaven.

Don’t you know?
That’s the way it works
My friend
Hope you get it now.

Hell is Heaven’s secret school.

– Che Chidi Chukwumerije.

ELF METER

Nadine von Hassliebehamburg hat diese elf Gedanken als Fragen an mich formuliert, auf die ich gerne reagiere:

1. Was ist deine liebste Uhrzeit des Tages und warum?

Zwischen 3 und 4 Uhr morgens. Innerhalb dieses Zeitraums lese und schreibe ich oft – oder liege schlaflos wach und denke nach, bzw versuche, nichts zu denken.

2. Welchen Tick bzw. welche Macke würdest du wirklich gern loswerden?

Ich kaue manchmal auf meiner Zunge – ein Überbleibsel der Anspannung und Nervosität meiner Kindheit.

3. Was ist deine liebste Macke bei anderen?

Bei jedem ist es was anderes. Aber i.d.R sind es irgendwelche zum Habitus gewordene Ausdrucksformen der Unbeholfenheit oder der Frechheit.

4. Hat sich das Bloggen bei dir im Laufe der Zeit verändert? Wie?

Verändert nicht; wohl mir deutlicher gemacht, warum Dichtung und Prosa zwei völlig unterschiedliche Gattungen sind. Als Blogger an sich bin ich noch Neuling. Ich versuche noch, gedanklich mich in die Möglichkeiten einzuarbeiten, die Bloggen bietet.

5. Was machst du an einem Sonntag?

Was auch immer an dem jeweiligen Sonntag gemacht werden muß und darf. In der Regel sind es Dinge, die einer gewissen äußeren Entspannung und der inneren Vertiefung dienen.

6. Was würdest du niemals an einem Sonntag tun?

Das weiß ich nicht.

7. Deine Lieblingsstadt? (Und warum?)

Meine Geburtsstadt, Lagos in Nigeria. Das Leben dort ist unmittelbar.

8. Wann hattest du das erste Mal in deinem Leben das Gefühl, wirklich klar zu sehen?

Mir wurde irgendwann klar, daß mir diese Klarheit immer noch fehlt. Wann genau mir das aber klar wurde, ist mir nicht ganz klar.

9. Dein Lieblingsbuch? (du weißt ja…warum?)

„The Fountainhead“ von Ayn Rand. Die Hauptfigur, Howard Roark, besteht darauf, nicht nur sich selber zu sein, sondern – vielleicht wichtiger – ein Individuum zu sein, auch wenn er dadurch sich von anderen stark unterscheide. Dafür zahlt er einen hohen Preis, gewinnt aber auch einen hohen, vielleicht höheren, Preis am Ende.

10. Wovor hast du Angst? (…nein, du musst nicht erzählen, warum.)

Davor, mein Leben dafür einzusetzen, nach einem Ziel zu streben, das sich letztendlich als wertlos erweist.

11. Wenn du an Wiedergeburt glauben würdest, wer wärst du dann schon gewesen?

Ich glaube an die Wiedergeburt und weiß, wer ich einst war: Ich.
Deshalb ist mir die Gegenwart, das Hier und Jetzt, wichtiger. Denn ich war, bin und werde immer ich sein. Zeit ist mir unwichtig. Nur Sein ist wichtig. Sein ist alles – ist Zeit, ist Raum, ist Leben und Erleben.

– Che Chidi Chukwumerije.

(Aus den Archiven)

SIE ROLLT…

Sie rollt…
Verschollene Zeit
In wie weit
Seit gestern Abend
Verweilst du noch an meiner Seite?

Sie bleibt. Treibe ich?
Nach vorn und nach hinten, ab und zu
Bleibe ich?
Verschollene Zeit
In wie weit
Seit gestern Abend
Verweilst du noch an meiner Seite?

Eine Hexe kam zu Besuch
Ich wusste nicht weiter
Aber als ich erwuch…

Schau, so ist es nun:
Auf der anderen Seite bin ich wach.
Verheißene Zeit
In wie weit
Seit einer Ewigkeit
Verweile ich noch unterwegs zu mir?
So war es einmal…

– Che Chidi Chukwumerije.

SALT

Your love was most present
In my life’s soup
When you were quietly absent

Your sea is a strong wall
Too deep, too intense, too wide
I don’t want it all

A pinch of you
On my flaming restless tongue
My dear, will do

You salivate my secret cult
With your infrequent invisible visits
Like salt.

– Che Chidi Chukwumerije

LOCKED INSIDE

There is one frozen lake
That thaws not in the spring
It is winter of wordless ache
In my awakening

In my beginning
After I awoke
I greeted the earth and forgot
The language Creation spoke

Before the big bang
And ding dong merrily on high
Once upon a time
After a bell rang

Before the big bang
A song my spirit sang
Song of flame
In tongue of flame.

– Che Chidi Chukwumerije

HOMETOWN OF THE SOUL

There is no other reward than finding yourself

The reward is finding yourself
And experiencing the joy of being yourself

It might seem like a small reward to you now
But when you’ve tasted everything else
Then you’ll understand that this is the greatest reward

Anything that emerges from deep within me
Is native to me
My hometown is a state of being

My state of being.

– Che Chidi Chukwumerije.

FREUNDE FAST

Dir hätte ich gegeben
Alles und viel –
Anfang, Weg und Ziel
Daneben.

Fast waren wir ganz dabei
Dabei werden wir bleiben –
Das lange Umschreiben
Längst vorbei.

  • Che Chidi Chukwumerije

PREY

She saw a hunter resting in the forest
His manly shoulders
Caused the trees to heave
In expectation –

She ruffled the leaves of his hair
Placed her hand on her heart
As she read his rising thoughts
He had been waiting for her.

Tremble not, lovely maiden,
Stretch out your hands and pluck
My golden fruit
For it hath not ripened in vain

This forest whispers
Told me you were
Coming…
The hunter hath found his mark.

The queen of hearts
Has met her match.
Black grass will quiver tonight
But the forest will keep our secret, my dear.

– Che Chidi Chukwumerije

LAWINE

Wie hat sie das gemacht? Geschluckt. Gewürgt.
Muskulöses Gefühl
Zarte Handoberflächen, voller Reibung
Steine stürmen den Berg entlang
Avalanchenliebe.

Da laufen vier Füße auf cremigem Strand
Wäre da auch der Wind, käme trotzdem
Nichts ’rüber. Das sind keine Fußklopfen, nein
Herzschlagen. Herzschlagen.

Noch ruhiger wurde es dann
Immer ruhiger. Nicht Küsse sogar.
Nur diese zwei Handoberflächen
Reibungslos sogar. Reibungslos.

– Che Chidi Chukwumerije.

MEMORYLESS

I forgot
I know not what
Because I forgot

And so I wander
And I wonder
Trying to remember.

– Che Chidi Chukwumerije.