Those that live in foreign lands But never really left their home Whose hearts never cup the sands Upon which their reluctant feet roam And the prints made where each boot stands Will be washed away by the evening foam Of a suspicious tide that never understands The ripened fruits of an alien-like biome - - Ye shall go back home with empty hands To a strange land that is no longer home. Che Chidi Chukwumerije Poems from the inner river
ABRUTSCHEN
Hatte jeder obdachlose Mensch früher mal ein Dach über dem Kopf? Ging in den Kindergarten, zur Schule, kannte Familie, Wärme, Mamas Topf? Spielte mit anderen Kindern sorgenfrei, träumte vom tollen Erwachsenenleben? Stellte sich dann stolz und zuversichtlich deren Herausforderungen und Streben? Was, wann, wo, warum lief es schief? Mein bester Freund, Deine Schwester gar. Ein Vater, Nachbarn, die alte Klassenlehrerin. Eine tiefe Bindung macht aus uns allen eine Schar. Dieses Verbindende ist unsere Vulnerabilität - Sie verpflichtet uns zur wachen Mitmenschlichkeit, Denn keiner ist ganz sicher vor dem Abrutschen über den Rand und in die Obdachlosigkeit. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
AI CANNOT SATISFY
AI Cannot satisfy The longing for reality The thirst for humanity It can only replicate duplicate Reiterate concentrate elucidate Our past in all its profusion The sum of all our confusion Neatly packaged in a way That appeals to our Today But it will not give us anything new. The future is still the spirit’s purview. If we want the new then we must Do what we have in the past Always done to grow: Let go of the past. Raising the intuition above the intellect We much reach deep within our depths And pull the new out from ourselves Because there is a magic that flows from Above Into our Intuition, our secret treasure trove. Che Chidi Chukwumerije Poems from the inner river
EIN ENDE NAHT
Es ist jedes Jahr lustig zu beobachten wie tückisch der Sommer unter dem Anschein noch eine Weile da zu sein sich langsam zurück zieht der Tag täglich früher flieht die nachdenkliche Kühle beginnt sich zu melden, das Herz besinnt sich häufiger seine Sterblichkeit und ahnt seiner Unsterblichkeit. Noch ein bisschen Sommer und Spaß bald kommt Herbst, Reife und Gravitas zuerst bunt, dann nackt und blass. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
MEINE INNENSAITEN
Du spielst mich wie ein Instrument aber ich bin verstimmt Die mir abgewonnenen Töne sind ambivalent eher verloren und unbestimmt Meine Innenseiten sind Gitarrensaiten Stimme sie, anstatt mit mir zu streiten - Ich und alle meine verrückten Seiten Du wirst uns brauchen in schwierigen Zeiten. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
NACHTRUHE (3)
Manchmal ist mein Herz ruhiger als die ruhigste Nacht tief in seinem Schmerz obwohl es weint, obwohl es lacht schaut es aufwärts. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
TIME MATTERS
If there were no time There would be no pleasure For there would be no experiencing, No piling up of inner treasure, No maturing, no developing, No struggle against which to measure Growth, delicious, ever unfolding, For eternity gained is the time spent. If there were no time, If Everything happened in one moment, There would be no rhyme. Che Chidi Chukwumerije Poems from the inner river
SCHÄTZE SCHÄTZEN
Schätze schätzen Sätze mit Bedacht einsetzen Auch gut gemeint kann verletzen Beziehungen richtig einschätzen Hassworte kann man nicht zurücksetzen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
DON’T BE DISTRACTED BY INSULTS
Be ready to forgive insults Even before they come Knowing they will come From children and adults Who are a part of your way For this too is a part of the way You must travel to get results. Che Chidi Chukwumerije Poems from the inner river
