Geben oder nehmen Lernen und dankbar sein Oder sich ärgern und sich schämen Leben oder Schein. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Leben
LEBE BEWUSST
Nimm
was Dir das Leben anbietet
Mehr gibt es nicht zu haben
Die Zeit ist der Raum
den das Leben an Dich vermietet
Eines Tages musst Du dafür zahlen
Verboten ist nur
was Gott Dir verbietet
Alles andere ist da zum Haben.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
GLEICHZEITIG
Alle meine Leben
laufen nebeneinander
gleichzeitig
Nicht hinter-
oder nacheinander
eingleisig.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
LEBEN TUT WEH
Leben tut weh Denn leben ist sich sehnen Und Sehnsucht ist eine unruhige See Ständig am sich Ausdehnen Ankommen und Ade. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
WEITERLEBEN
Anstatt zu sterben, wie erwartet, lebte ich weiter… Ein Vogel ziehend im Sonnenuntergang Eine Glocke mit noch einem Nachklang Ein einsamer Kletterer am Berghang Ein Schwan ohne Sterbegesang Anstatt zu sterben wie erwartet, lebte ich weiter… Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
BLEIB GUT
Warum ist mein Herz zart? Nach allem, was sie mich angetan haben. Wieso wurde es noch nicht hart? Das kann ich Dir ehrlich nicht sagen. Es ist, als trüge ich in mir ein Wissen, älter als dieser Körper und dieses Leben. Das Wissen, daß nur ein reines Gewissen sich von der Erde befreien kann nach dem Sterben. Alles andere bleibt erdgebunden und kehrt wieder zurück und kehrt wieder zurück und kehrt wieder zurück, hart, bitter und wund. Nur Güte führt befreiend zum Glück. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
LEBEN WOLLEN
Wollen sollen Leben wollen Wollen sollen Leben sollen Lieben lieben Hassen lassen Vergeben geben Hassen lassen Wagen wagen Empfinden finden Leben wollen Wollen sollen Leben sollen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
EIN ANDERES LEBEN
Es gibt ein anderes Leben, anders als dieses Erdenleben. Manchmal nach dem Lebensende manch unserer guten Freunde, spüren wir, wie deren Geist in eine andere Welt hinein reist; und wir spüren mit, zart und schroff, das Leben in diesem feineren Stoff. Heller, leichter, lebendiger, schneller, unmittelbarer, lebhafter - werdend zunehmend immer beweglicher. Es gibt uns die Gewissheit der Richtigkeit des Empfindungslebens auch zur Erdenzeit; Aufmunterung, nach dem Licht zu streben, Freude versprechend, Zuversicht gebend, wie ein Fenster in ein anderes Leben. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
TAUSEND TAGE
Mach aus jedem Tag hundert, tausend Tage, Neue Dinge, wag! Inneres - hinaus… trage. Deine Schicksalsfäden sind mehr als Du weißt. Befreie Dich von trägen Gefühlen. Du bist Geist! Die große Erde ist dicht, ist langsam, ist klein; Folgst Du dem Licht, musst Du schneller sein. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
KEIN ERLEBNIS WAR UMSONST
Die Zeit lässt uns keine Zeit um die Erkenntnisse die die Ergebnisse unserer Erlebnisse waren im Laufe der bisherigen Zeit in die Tat ganz umzusetzen noch während der verbleibenden Zeit. Wege, die uns jetzt verletzen heilen erst in einer neuen Zeit. Wissen ist Macht. Wie viel Macht geht uns jedes Mal verloren, wenn eine Seele am Sterbelager steht ohne zurück zu kehren? Doch keine Energie geht jemals verloren Auch die geistige wird einst erneut geboren. Zum Glück (manchen zu ihrem Unglück) kehrt jeder mehr als einmal zurück. Der Körper ist gebunden grundsätzlich an der Erdzeit, Der Geist dagegen richtet sich zusätzlich nach der Ewigkeit. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
