Du stehst hinter mir
Eine Eins
Die Sonne, die ich kannte
Sie war nur Morgendämmerung
Here comes the sun –
Che Chidi Chukwumerije.
Du stehst hinter mir
Eine Eins
Die Sonne, die ich kannte
Sie war nur Morgendämmerung
Here comes the sun –
Che Chidi Chukwumerije.
Irgendwann
Muß Mann zum Mann
Werden
Ohne Beschwerden
Das wagen
Was ihm im Magen
Liegt
Und schwer wiegt
Farbe bekennen
Ist leicht
Und macht schwer
Geist erkennen
Wiegt schwer
Und macht leicht
Masken durchblicken lassen
Denn Masken sind Rassen
Löwe, du bist auch
Liebe. Aus deinem Bauch
Brülle nicht nur
Du bist nicht nur Tier.
Innerem zustimme
Zeige das Intime
Was nutzt, ungelesen,
Dein wahres Wesen?
– Che Chidi Chukwumerije.
Einst war es, ob du dich
Noch dunkel daran erinnerst
Kühlte ich regelmäßig mich
Im Fluße deines Innerst
Meine brennenden Schreibfinger
Fanden da drinnen Linderung
Meine unruhige Flammenzunge
Schwieg vor lauter Bewunderung
Und mein Sturm, wie ein Wüstenfürst
Stillte drängend heiß seinen Durst
Danach entstieg dem Zauberhain
Und schwebte dünn in der Luft
Stärker und süßer als Dunkelwein
Ein tiefer, wunderbarer Duft
Wie oft blieb ich trunken stehen
Schaute mich in deinem Garten um
Versuchte, Magie zu verstehen
Und wurde, selbstverständlich, stumm.
War das alles wirklich passiert?
Oder nur geträumt? Oder…
– Che Chidi Chukwumerije.
Dein Lachen ist
Eine warme weiche Umarmung
Nicht mal die dicken Schneeflocken
Außerhalb des Fensters
Die es hervorlockten
Können es wettmachen.
Wie leuchten die Fenster
Deiner Seele! Dein Lachen
Ist ein Gruß an mein Herz.
– Che Chidi Chukwumerije.
Das Jahr ist anders viel
Anders gelaufen als erwartet
Erhofft. Nur heute kommen
Die selben alten Gefühle wieder
Hoch.
Der Schmerz unerklärlich
Und Nostalgie und Verlust ohne Name
Und es ist alles vorbei –
Nur ich habe überlebt, im einsamen
Loch.
Diese Glocken so uralt, so vertraut
Tröstend, wissend, alles was du
Leidest ist ein wiederkehrender
Glockenklang. Sei stark, sei
Schwach.
Mensch, sei Mensch. Menschen scheiden
Trennung ist euer Schicksal, denn
Ihr müsst euch trennen, um weiter
Zu wachsen. Traure deiner Kindheit nicht
Nach.
Die Seele, die erwacht und lacht
Ihr wird heute Weihenacht.
– Che Chidi Chukwumerije.

Süßer wie süß, du, Duft
Dürftest mich führen, denn ich suche
Doch finden werde ich so nicht
Denn das, was ich suche, ist herb
Und wird mich auf den Winter einstimmen
Reif muß die Flamme sein
Die mich in der Kälte warm hält.
Aber ich verstehe, es ist Dezember
Du musst dich schön machen für meine Träume
Doch unterhalb meiner warmen Gewänder
Liegen kalte Gefühle starr wie nackte Bäume
Herb geworden ist mein Geschmack
Dunkle Töne beim Nagellack
Und reife Freiräume.
– Che Chidi Chukwumerije.

Guter Rat ist teuer
Gütige Tat noch scheuer
Als ein scheues Reh
Die Welt, sie tut weh
Wessen Selbst ist selbstlos?
So klein und doch eben so groß
Geben ohne verlangen
Sagt man, ist empfangen
Spürt man irgendwie aber auch
Unerklärliches Wissen im Bauch
Haben ist ein Gewicht
Es sei, man habe Licht
Und dann so ein Tag
Wie heute, über dem es lag
Durch Hoffnung befreit
Der Drang nach Menschlichkeit.
– Che Chidi Chukwumerije.
Ich kannte mal lange eine Liebe
Sie nahm mir unabsichtlich alles – eines Abends
Saßen wir neben einander im Wohnzimmer
Im Schweigen. Irgendwann fragte sie mich leise:
„Schatz, was ist los?“ – Und ich dachte langsam
An alles, was ich für diese Liebe unfreiwillig aufgeopfert hatte
Und lang sagte ich nichts, bis der Schmerz sich ausgebrannt hatte
Dann schloß ich das Buch der Vergangenheit und sagte:
„Mach dir keine Sorgen; es ist alles gut.“
Und wir umarmten uns lange.
– Che Chidi Chukwumerije.
Er bot ihr Rhythmus an
Aber sie war eine verlorene Melodie
Und sehnte sich nach Harmonie
Egal, ob Frau, ob Mann
Er brachte seine Hüfte näher
Sie konnte nicht widerstehen
Langsam fingen sie an, sich zu drehen
Tiefer atmend, immer höher
Und ihre verlorene Melodie
Vom Rhythmus angezogen
Taktvoll ausgezogen
Verstummte vor lauter Harmonie.
– Che Chidi Chukwumerije.
Denn das Schweigen war eine Strasse
Die führte mich durch den Wald
Durch die Nacht genannte Gasse
Auf jedem Schild stand geschrieben: „Bald.“
Dann kamst du herein ins Schlafzimmer
Wo ich lag und atmete kaum
Küsstest sachte mich wie immer
Und ich erwachte aus meinem Traum.
– Che Chidi Chukwumerije.