FERNE BERGE

Dinge, die einst so weit entfernt zu sein schienen,
fühlen sich heute plötzlich so nah -
Die Fähigkeit, ungeliebten Menschen zu dienen,
und denen, die ich früher übersah.

Die Kraft, den Schmerz der Enttäuschung zu ertragen,
Menschen zu vermissen wortlos,
Ungerechtigkeit hinzunehmen ohne laut zu klagen,
wenn es nichts verändern würde groß.

Die Klarheit, um als groß verehrte Menschen zu durchschauen,
und zu sehen, wie normal sie sind;
Der Drang, langsam entwickelte Vorurteile abzubauen
und zu schauen in Reinheit wie ein Kind.

Diese einschüchternden Berge, die von oben mich anstarren,
einst waren sie mir so fern:
Jetzt heute in der Morgensonne fühle ich sie um mich scharren
wie Freunde, ich umarm sie gern.

Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung

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