Schnelle Nummer
Schneller Sommer
Denn die Nacht ist Herbst
Meine Lust ist ernst
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Schnelle Nummer
Schneller Sommer
Denn die Nacht ist Herbst
Meine Lust ist ernst
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Ich spürte Deinen Atem gestern
auf meine Haut,
Leise und laut, abwechselnd
lachend und lächelnd.
Du hast mal geflüstert
mal geschwiegen,
bist neugierig und aufmerksam
und ruhig geblieben. Und wild.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Möchte drei sein
drei Menschen
die sich nicht kennen
Sie gehen jeder
den Träumen nach
für die sie einzeln brennen
Ein Erdenleben reicht
nicht aus, für den Suchlauf
den wir unermüdlich rennen.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Und ich hauchte Dir mein Totem ein
Und es war ein Pfahl
Und ich weichte ihn in Deinen Boden ein
Und Du lindertest meine Qual.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Die demonstrierenden Massen
werden aufgeschluckt von den dürstenden Straßen
bevor sie sie wieder verlassen,
Straßendurst ungelöscht,
Menschenflamme unerlöscht.
Mein Feuer brennt Dich nicht nieder
Dein Fließen stillt nicht meinen Durst
Wir werden ineinander fließen
und wir werden miteinander ringen
In alle Ewigkeit.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Da ist viel mehr Zeit innerhalb eines Tages,
als wir vermuten.
Zeit genug, um mehr zu erfüllen, als wir oft versuchen.
Zeit genug, um alle zu lieben, die wir lieben wollen.
Doch nicht Zeit genug, falsch zu gehen und wieder zurück zu kehren.
Dafür musst Du nach einmal leben.
Drum: widme Dich heute allem,
was Dir lieb und teuer ist.
Zeit für mehr hast Du nicht.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Ich berühre Dich
denke ich, doch
ich berühre mich
Im Dunkeln
zünde ich mir das Licht
wenn ich Dich zum Funkeln bringe
Es gibt keinen Unterschied
im Dunkeln
zwischen Dir und mir
Ich berühre Dich
Ich berühre mich
Hauptsache, Du lachst.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Herzen. Sie hängen schwer beladen
wie längst reife Früchte vom Baume der Gefühle runter,
sehnen sich brennend danach,
genommen und verzehrt zu werden…
Doch nicht alle Herzen werden genommen.
Manche werden schwerer und schwerer,
fallen zu Boden und werden Teil der Sehnsucht,
die die Welt immer mehr verzehrt.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Was wird aus deren Schrei nach Ruhe?
Sollen sie lauter als die Unruhestifter selbst schreien,
Um gehört zu werden?
Oder sollen sie schweigen, um gehört zu werden?
Gehört und geduldet.
Wer hört die Innere Stimme, wenn sie schreit?
Wir hören nur ihr Schweigen, wenn sie schweigt
Und wir nicht mehr wissen, was wir sagen sollen.
Drum, schreiet, Kinder, seiet laut
Durchzieht die raue Oberfläche der Welt mit Gänsehaut
Die Zukunft haben Euch Eure Eltern geklaut
Klaut ihnen nun die Vergangenheit.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Ich hielt den Atem an
Überließ Dir den Sauerstoff
Wurde zum Baum
Du läufst an mir vorbei
Sitzt in meinem Schatten
Beachtest mich kaum
Wenn Du atmest, atme ich
Wenn ich sterbe, stirbst Du
Zurück bleibt nur unser Traum
Traum von Freiheit und Freude
Traum von Wahrheit und Wurde
Traum von Lebensraum.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung