Vogel flieg
Dem gebrochenen Flügel
Entgegen
Der Schlag des Aufpralls
Der Krach des Brechens
Die Atemlosigkeit des freien Falls
Die harte Landung
Und dennoch freut sich das Herz.
Morgen fliegst Du wieder.
Ich auch.
– Che Chidi Chukwumerije.
Vogel flieg
Dem gebrochenen Flügel
Entgegen
Der Schlag des Aufpralls
Der Krach des Brechens
Die Atemlosigkeit des freien Falls
Die harte Landung
Und dennoch freut sich das Herz.
Morgen fliegst Du wieder.
Ich auch.
– Che Chidi Chukwumerije.
Das Herz ist Natur
Immer am Sterben und immer am Sich-Entfalten
Ist eine Blume
Immer am Sich-Umblättern
Ist ein Universum
Immer am Explodieren und am Abkühlen
Ist eine Schlange
Immer am Winden
Am Häuten
Am Lauern
Voller tödlichem Gift und heilender Kraft
Und immer bereit, das nächste Opfer hungrig zu verschlucken.
– Che Chidi Chukwumerije.
Tasten
Greifen
Halten
Falten
Entfalten…
Halten
Greifen
Tasten
Reifen
Entlasten…
Mit den Fingern sehen
Hören, schmecken, riechen, die Wege gehen
Suchen und finden
Sich an das Licht halten
Das Licht anschalten
Mit den Fingern, Seele, auch, empfinden.
– Che Chidi Chukwumerije.
Je länger ich dem Winde lausche,
desto deutlicher höre ich die Innere Stimme.
Rätselhafte Austausche
Ego-Pantomime.
– Che Chidi Chukwumerije.
Das klettert aus dem grünen Gemach
meiner zartesten Erinnerungen aus –
Du warst das grüne Feld, langsam
ne, du warst ein Bach, ruhig, mein Dach –
Sorgsam und mein Haus.
Nie war die Natur schöner
als deine Echtheit – Bleib
bleib hierdrin ein bisschen länger
Weib. Bleib.
– che chidi chukwumerije.
Mit Schweigen
Werden redlich tausend mehr Empfindungen
Die zum Verschwinden sowieso heutzutage neigen
Sich einigend auf unterschwelligen Schwingungen
Sich zum Erkennen zeigen.
Während unseres Schweigens
Habe ich gehört,
Daß Du warst gestört
Und daß Du warst empört
Und hast aufgehört
Zu beachten die Botschaft unseres Schweigens –
Doch Dein aller-schönstes Lachen
Und Dein aller-größtes Machen
Ersetzen niemals das, was sie brachen:
Das Selbstverständliche unseres schönen Schweigens.
– Che Chidi Chukwumerije.
Gitarren zehn unsichtbar
Blut ohne Herz und ohne Schmerz
Paare küssen im Silbermondlicht
Ohne Herz und ohne Schmerz
Ohne Scherz stirbt aller Ernst
Ohne Blut kein Glut, kein Mut, kein Wut
Ohne Saat kein Gut.
– Che Chidi Chukwumerije.
Warst du? Wo, du, wo? Irgendwo
Ist nirgendwo. Bleib fern
Nicht mehr so viel gibt es
Noch zu haben
Alles hat ein Ende – nichts
Hat zwei.
– Che Chidi Chukwumerije.
Daß ich davon nichts weiß
Ist das nicht eigenartig – ?
Nacht ist dein Rücken,
Tag deine Vorderseite – – –
Das ist dein Gesicht
Und Nachtsüber wandernd
Drehst du dich,
zweimal –
Wie ein Wunder
Wenn der Sieg dem verlorenen Kampf
Plötzlich entsteigt
Das ist dein Gesicht.
– Che Chidi Chukwumerije.
Sie rollt…
Verschollene Zeit
In wie weit
Seit gestern Abend
Verweilst du noch an meiner Seite?
Sie bleibt. Treibe ich?
Nach vorn und nach hinten, ab und zu
Bleibe ich?
Verschollene Zeit
In wie weit
Seit gestern Abend
Verweilst du noch an meiner Seite?
Eine Hexe kam zu Besuch
Ich wusste nicht weiter
Aber als ich erwuch…
Schau, so ist es nun:
Auf der anderen Seite bin ich wach.
Verheißene Zeit
In wie weit
Seit einer Ewigkeit
Verweile ich noch unterwegs zu mir?
So war es einmal…
– Che Chidi Chukwumerije.