Nimm ernst einen jeden neuen Tag Er ist tiefer, merkwürdiger, wichtiger als jeder Mensch zu ahnen vermag und er ist vielleicht für Dich ein letzter Morgen ohne Abend oder ein letzter Abend ohne Morgen. Du entscheidest, welcher. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
der Selbstreflexion
ZWEI SEITEN
Mein Herz ist neuerdings eine Blume geworden Mit Wurzeln im Süden und Blüten im Norden Mein Herz ist neuerdings ein Lied geworden Eine Harmonie aus grundverschiedenen Akkorden Mein Herz ist neuerdings vollständig geworden. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
NIE VERGESSEN
Jemand steht fest hinter mir Ich sehe ihn nicht, weiß nicht mal ob er männlich ist oder weiblich aber ich empfinde ihn manchmal immer wenn ich verzagend aufgeben will hält und stützt und stärkt er mich wie ein echter Freund tiefer als nur Gefühl: Es gibt mehr im Leben als Du siehst Mehr als Krieg, als Arbeit und Stress gibt es die Bildung Deines Geistes Nie vergessen, das ist der wahre Prozess. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
ZART UND HART
Ein Teil von mir ist Wasser ein Teil von mir ist Wein Wird‘s tiefer, werde ich nasser, fließe durch Dich in uns hinein. Ein Teil von mir trägt Schwerter der innerster birgt einen Stein Gibt‘s Gefahr, werde ich härter, nehme uns in meinen Schutz ein. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
DU HAST NIE LIEBE GENUG
Du hast nie Liebe genug für zwei; Kommt nichts zurück, gehst Du leer aus. Du hast nie Glaube genug für zwei; Dein Glaube klärt nur Dich, nicht Dein Haus. Du hast nie Kraft genug für zwei; Du kannst nur mit retten, wer herzhaft mitzieht. Du hast nie Freude genug für zwei; Jeder ist selbst seines Glückes Schmied. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
NACHMITTAG IN MALABO
Eidechse und ich in der Sonne Lang schweigen wir aber meine Gedanken sie sind laut, üppig, und sie schwanken wie die Palmen in der Hitze Wonne meiner Sehnsucht nach Urwald so dunkel so grün und ewig jung gleichzeitig Erinnerung und Hoffnung - Ich gehe erneut aber ich komme bald wieder, denn die große Welt ist klein Die Welt da draussen ist in uns drinnen Die Sehnsucht nach Zuhause wird gewinnen… Eidechse, jetzt nickst Du zweimal fein und eilst in das Laubwerk hinein, ein Nicken war zur Bejahung ein Nicken war zur Verabschiedung jetzt bin ich mit meinen Gedanken wieder allein. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
DER FEHLENDE TEIL
Wie weit musst Du gehen, um wieder zurück zu kommen? Hast Du Dich verlaufen in Deinen Ideen? Wie viel Welt wirst Du schlucken müssen, bis Dein Durst sich an Dir verschluckt? Hinter Deinem Rücken. Wann kommst Du endlich zurück nach Hause? Du suchst in der Welt genau das, was die Welt in Dir sucht und in Deinem Zuhause. Nichts fehlt Dir. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
BESINNE DICH DEINES HERZENS
Wenn alles, wenn alle weg sind, Gesellschaft, Pflichten, Frau und Kind, bleibt von mir und meinen Träumen was übrig? Jugendliche Empfindung, einst quecksilbrig, langsam stumpf gerieben unter Haaren grausilbrig geworden, verweht mit dem Wind. Die Aufgabe des Erwachsenen und des Greisen ist es, die reine und kindliche Klarheit des Kindes und die tiefen Empfindungen des Jugendlichen, der er einst war, nun restlos zu verwirklichen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
DAS GLEICHE
So weit doch so nah So nah doch so weit Das Leben ist eine Art Kunst, eine Art Schwingung Wo auch immer es sie gibt, diese Art, dort gibt es eine neue Version des Ganzen, des Gleichen. Ich Reise von Land zu Land zu Land und schüttele überall die selbe Hand Der Fremde ist nie fremd in seinem Land Es fühlt sich immer wie Zuhause an Das ist das Gleiche, das ich überall fand. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
AN DIE HEIMAT
Rote Erde Schwarze Haut Grün als Zierde Weißes Lächeln laut wie das lauteste Lachen - Nigeria, Du schöne Braut, mit Dir werde ich vieles machen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
