Herz reicht noch nicht aus
Zum Artikulieren
Kopf reicht noch nicht aus
Zum Empfinden
Sprachlos mag ich sein
Doch nie ohne Empfindung
Das Feuer in mir.
Sprachlos mag ich sein
Aber nie ohne Empfindung
Das Feuer in mir.
– Che Chidi Chukwumerije.
Herz reicht noch nicht aus
Zum Artikulieren
Kopf reicht noch nicht aus
Zum Empfinden
Sprachlos mag ich sein
Doch nie ohne Empfindung
Das Feuer in mir.
Sprachlos mag ich sein
Aber nie ohne Empfindung
Das Feuer in mir.
– Che Chidi Chukwumerije.
Was Dir weh tut
Tut mir leid…
Wehmut tut leid
Leidenschaft tut weh.
Weh, Mut, Leid
Leiden schafft weh
Weh. Weh.
– Che Chidi Chukwumerije.
Sie:
Wie geht’s Dir?
Ich:
Wenn ich das beschreiben könnte
Wäre ich ein König
Und der reichste
Berühmtester Schriftsteller
Der Welt
Und ein wahrer Dichter.
– Che Chidi Chukwumerije.
Nadine von Hassliebehamburg hat diese elf Gedanken als Fragen an mich formuliert, auf die ich gerne reagiere:
1. Was ist deine liebste Uhrzeit des Tages und warum?
Zwischen 3 und 4 Uhr morgens. Innerhalb dieses Zeitraums lese und schreibe ich oft – oder liege schlaflos wach und denke nach, bzw versuche, nichts zu denken.
2. Welchen Tick bzw. welche Macke würdest du wirklich gern loswerden?
Ich kaue manchmal auf meiner Zunge – ein Überbleibsel der Anspannung und Nervosität meiner Kindheit.
3. Was ist deine liebste Macke bei anderen?
Bei jedem ist es was anderes. Aber i.d.R sind es irgendwelche zum Habitus gewordene Ausdrucksformen der Unbeholfenheit oder der Frechheit.
4. Hat sich das Bloggen bei dir im Laufe der Zeit verändert? Wie?
Verändert nicht; wohl mir deutlicher gemacht, warum Dichtung und Prosa zwei völlig unterschiedliche Gattungen sind. Als Blogger an sich bin ich noch Neuling. Ich versuche noch, gedanklich mich in die Möglichkeiten einzuarbeiten, die Bloggen bietet.
5. Was machst du an einem Sonntag?
Was auch immer an dem jeweiligen Sonntag gemacht werden muß und darf. In der Regel sind es Dinge, die einer gewissen äußeren Entspannung und der inneren Vertiefung dienen.
6. Was würdest du niemals an einem Sonntag tun?
Das weiß ich nicht.
7. Deine Lieblingsstadt? (Und warum?)
Meine Geburtsstadt, Lagos in Nigeria. Das Leben dort ist unmittelbar.
8. Wann hattest du das erste Mal in deinem Leben das Gefühl, wirklich klar zu sehen?
Mir wurde irgendwann klar, daß mir diese Klarheit immer noch fehlt. Wann genau mir das aber klar wurde, ist mir nicht ganz klar.
9. Dein Lieblingsbuch? (du weißt ja…warum?)
„The Fountainhead“ von Ayn Rand. Die Hauptfigur, Howard Roark, besteht darauf, nicht nur sich selber zu sein, sondern – vielleicht wichtiger – ein Individuum zu sein, auch wenn er dadurch sich von anderen stark unterscheide. Dafür zahlt er einen hohen Preis, gewinnt aber auch einen hohen, vielleicht höheren, Preis am Ende.
10. Wovor hast du Angst? (…nein, du musst nicht erzählen, warum.)
Davor, mein Leben dafür einzusetzen, nach einem Ziel zu streben, das sich letztendlich als wertlos erweist.
11. Wenn du an Wiedergeburt glauben würdest, wer wärst du dann schon gewesen?
Ich glaube an die Wiedergeburt und weiß, wer ich einst war: Ich.
Deshalb ist mir die Gegenwart, das Hier und Jetzt, wichtiger. Denn ich war, bin und werde immer ich sein. Zeit ist mir unwichtig. Nur Sein ist wichtig. Sein ist alles – ist Zeit, ist Raum, ist Leben und Erleben.
– Che Chidi Chukwumerije.
(Aus den Archiven)
Sie rollt…
Verschollene Zeit
In wie weit
Seit gestern Abend
Verweilst du noch an meiner Seite?
Sie bleibt. Treibe ich?
Nach vorn und nach hinten, ab und zu
Bleibe ich?
Verschollene Zeit
In wie weit
Seit gestern Abend
Verweilst du noch an meiner Seite?
Eine Hexe kam zu Besuch
Ich wusste nicht weiter
Aber als ich erwuch…
Schau, so ist es nun:
Auf der anderen Seite bin ich wach.
Verheißene Zeit
In wie weit
Seit einer Ewigkeit
Verweile ich noch unterwegs zu mir?
So war es einmal…
– Che Chidi Chukwumerije.
Dir hätte ich gegeben
Alles und viel –
Anfang, Weg und Ziel
Daneben.
Fast waren wir ganz dabei
Dabei werden wir bleiben –
Das lange Umschreiben
Längst vorbei.
Wie hat sie das gemacht? Geschluckt. Gewürgt.
Muskulöses Gefühl
Zarte Handoberflächen, voller Reibung
Steine stürmen den Berg entlang
Avalanchenliebe.
Da laufen vier Füße auf cremigem Strand
Wäre da auch der Wind, käme trotzdem
Nichts ’rüber. Das sind keine Fußklopfen, nein
Herzschlagen. Herzschlagen.
Noch ruhiger wurde es dann
Immer ruhiger. Nicht Küsse sogar.
Nur diese zwei Handoberflächen
Reibungslos sogar. Reibungslos.
– Che Chidi Chukwumerije.
Wer mich will, der hat mich
Der zurück wich, dem wich ich
Aus. Auch.
Ein Gefühl im Bauch.
Zu schwer, Elefantenschrei
Ich fuhr auf, morgenfrüh
Im Innenraum einer rotgelben Wut
Das, was du leckst, das ist mein Blut
Liebe Frau
Das ist mein Blut.
Aufknallt, aufknarrt, aufkracht
Ach! Feuer Feuer
Aufknackt ein blutendes Herz –
Eine dicke langsame ruhige
Flüssigkeit, ausgedrückt wie ein Gedicht
Vom Dichter.
Dichter, Dichter, drück es ’raus.
– Che Chidi Chukwumerije
Du hast mich
Geheilt
Meine Ängste
geteilt
Wie oft sind deine Blicke zu mir
Geeilt
Im Freundeskreis
Einer Unterhaltung?
Ruhig, lächelnd, deine Augen
In meinen geruht
Bis es mir wieder gut ging
Und niemand hat was gemerkt.
– Che Chidi Chukwumerije.
Hinter meinem Augenpaar
Sah ich, da war
Mein zweites Augenpaar, tiefklar
Und was es ungesehen sah
In der Weite, beinah
Machte aus meinem Nein ein Ja
Und vice versa
Was meine ich damit?
Das, was man äußerlich vertritt
Stets innerlich darunter litt
Macht uns schwach und echt und fit
Schritt für Schritt.
– Che Chidi Chukwumerije