Ich höre nichts Und doch ist die Nacht lauter Als der Tag. Ich höre alles - Stimmen Gedanken Empfindungen Erinnerungen Und doch hat die Nacht nichts gesagt Sie schweigt. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
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WUNDE STUNDE
Es ist jene Stunde erneut der Selbstliebe des Selbsthasses der gesteigerten Triebe des inneren Kompasses der Hoffnungssiebe des Ich-Strafmaßes der Traumdiebe des neuen Anlasses die Wunde zu lecken, unbereut. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
IM TAKT DER NACHT
Dein Herz schlägt so stark ich höre es auch von hier, Beats zu denen ich mich rhythmisch bewege im Takt der einsamen Nächte wenn ich nicht alleine bin und Dich dennoch vermisse. Die Stadt hortet so viele Geheimnisse, wenn die Stadtmenschen nur wüssten… Nur eines kann sie mir nicht verbergen: Die Gedichte Deines Herzens wie Trommellieder aus Deinem Dschungel. Ich trinke sie abends Und reite im Takte der Nacht Deine Herzschläge aus der Ferne. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
ALLES IST DRIN
Ich lebe in einer Welt in der ich nicht existiere Und existiere in einer Welt in der ich nicht lebe Und keine von beiden ist mein Zuhause Ich gehe Wege, die ich nicht kenne und kenne Wege, die ich nicht gehe Keiner von beiden ist mein Weg Ich bin mein Zuhause Ich bin mein Weg Alles, was ich mache, passt. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
ZUSAMMEN HÄLT BESSER
Zusammen hält besser
Gemeinsam steht der Stadt gut
Nicht alles, was sich äußerlich unterscheidet
ist sich innerlich fremd
wenn sie sich ausziehen
und in einander einziehen
als wären ihre Seelen die Wohnungen der Stadt.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
MAHL ZEIT
Wäre die Zeit eine Mahlzeit Wäre mein Appetit auf die Ewigkeit In jedem Moment gestillt, Mein Heißhunger nach dem Moment Für alle Ewigkeit unerfüllt.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
EISERNERSTEG
Zwischen Dribbdebach und Hibbdebach In der dunklen Nacht, offen, hellwach Meine 2 Seiten, ich sehne mich danach.

Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
EISERNERSTEG: Ein Gedicht für Frankfurter.
MEHR ALS ALLES
Hab alles gegeben Bin nichts mehr Habe nichts mehr Kann nicht mehr Will nicht mehr Übrig geblieben ist das, was ich wirklich bin. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
SICHTBAR
Ich bin so sichtbar
Alles, was Du siehst, ist
daß ich da bin. Mehr nicht.
Alles andere –
Meine 1001 Nächte
verblassen wie Monde im Licht.
Meine Haut lenkt
Deinen Blick auf mich und
lenkt Deinen Blick von mir ab.
Deine Augen ziehen mich aus.
Meine Unsichtbarkeit ist
das Sichtbarste, was ich hab.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
GEHEIMNIS NACHT
In nichts und niemanden
ging ich so oft ein
wie in die Nacht.
Ich kenne sie besser
als jede Freundin, die ich je hatte.
Und doch ist sie ein Geheimnis.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
