Wir lagen da
wie zwei schöne Gefühle im Magen
und weilten in tausend endlosen Tagen
an einem Morgen
heute Morgen
bis der Morgen sachte vorbei war
auf einmal es war
– Che Chidi Chukwumerije (09.02.2020)
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Wir lagen da
wie zwei schöne Gefühle im Magen
und weilten in tausend endlosen Tagen
an einem Morgen
heute Morgen
bis der Morgen sachte vorbei war
auf einmal es war
– Che Chidi Chukwumerije (09.02.2020)
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
When you don‘t know
what to throw away and what to keep
When you don‘t know
when it‘s time to laugh and when to weep
When you can‘t tell
if you’re wide awake or fast asleep
When you can‘t tell
the difference between shallow and deep
any longer
like you could when you were younger
and materially weaker but spiritually stronger
then you need again to reconnect
with your original and most honest hunger
For the inner voice of your deepest hunger
Is always correct.
– Che Chidi Chukwumerije
M: Wir reden übermorgen
H: Was wollen wir über morgen reden? Laß uns doch lieber über heute reden?
G: Ne, laß uns über gestern reden. Dann wissen wir Bescheid über heute und morgen. Denn vor gestern gab es keine Geschichte. Alles fing immer gestern an.
M: Alles gut. Doch laß uns das erst übermorgen machen. Denn heute will ich erst über morgen reden.
H: … und morgen erst über heute?
M: Ja!
G: Aber das wäre dann gestern… endlich!
H (*kopfschüttelnd): Was soll ich täglich mit diesen Selbstgesprächen? Gestern und Morgen gibt es nicht. Eines gab es, eines wird es geben. Täglich. Heute bin ich ein Einzelkind. Wie immer.
SCHWEIGEN.
– Che Chidi Chukwumerije (08.02.2020)
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Dich gehen lassen
und hinterher trösten
oder
Dich vorher warnen
und hinterher bestrafen
?
Denn ich höre
wie der unruhige Wald
pausenlos
Dich innig ruft:
Kommst Du bald
?
Seine Augen sind
tags dunkel, nachts hell
Sag: Wie
lange noch kannst Du Dich
widersetzen seinem Befehl
?
– Che Chidi Chukwumerije (07.02.2020)
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Die schönsten Bäume traf ich
offline
Die scheuesten Blumen küssten mich
offline
Die beruhigendsten Pfade beging ich
offline
Die innigsten Begegnungen machte ich
offline
Ich ging online, so für mich hin,
und fand viele Türe, mit und ohne Sinn
Ich ging offline, und wurde selbst die Tür
ohne Schutz, ohne Rahmen, echtes Gespür.
Tausend Kleinigkeiten in tausend Sinnen
In einem Moment offline ist alles drinnen.
– Che Chidi Chukwumerije (06.02.2020)
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Sie war auf der Suche
nach der großen Liebe
Am Ende sitzt sie in mitten
einer großen Familie … alleinerziehend
Vier Kinder sitzen
wie die tiefen Narben ihrer Sehnsucht
auf ihrem Gewissen Tag und Nacht
Eine nimmer endende To-do-Liste…
sich zäh in die Länge ziehend.
Und immer noch schwankt sie täglich
zwischen
Ich habe mein Leben verschwendet
und
Er wird zu mir zurück kehren.
Die Hoffnung, ach, ewig anziehend.
– Che Chidi Chukwumerije (05.02.2020)
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Es gibt nie wirklich einen Morgen
Das Leben verändert sich immer
Denk an all Deine Träume von Morgen
Von ihnen hat keinen blassen Schimmer
Heute – Gestern‘s wahrer Morgen.
Die Art und Weise, wie sich Heute wiederholt
immer wieder im Kern und immer wieder
raubt mir den Atem wiederholt. Wieder erholt
hole ich wieder aus, stimme Morgens Lieder
doch Morgen hat mich Heute wieder eingeholt.
Morgen kannst Du nie aufholen
denn Heute läßt sich nie überholen
nur verändern.
– Che Chidi Chukwumerije (04.02.2020)
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Lazarus, komm heraus!
Blume, öffne Dich!
Kind, wachse und gedeihe!
Liebe, entfalte Dich auf den ersten Blick!
Gedanke, treffe zwei Köpfe gleichzeitig!
Mensch, reinkarniere unerkannt!
Geschehen, zeige Dich vorher im Traum!
Sünder, Dir sind die Sünden vergeben!
Worin liegt der Unterschied? Nirgends.
Alle sind gleich Wunder des Lebens
Wunder des Lichtes, Wunder des Liebens.
– Che Chidi Chukwumerije (03.02.2020)
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Von Vorne und von hinten
nehme ich Dich, oh Tag, ganz.
Abwechselnd oben und unten
meine Emotionen in wildem Tanz.
In der Nähe und aus der Distanz
bei faden und bei bunten
Augenstrahlen leuchtet Deine Eleganz
gleich so vorne wie hinten.
– Che Chidi Chukwumerije (02.02.2020)
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Der Wille der Brille
zum Sehen ist leer
egal wie kristallklar
ihr Glas ohne den offenen Blick
Deiner sehnenden Augen.
Der Wille der Stille
zum Vermitteln ist wirkungslos
egal wie leise und regungslos
ihr Augenblick ohne die Sehnsucht
Deines offenen Geistes.
Die Hülle der Idylle
brennt mich, denn Leidenschaft
wohnt in mir, ist aber nicht sesshaft
in mir. Unruhe. Inhalt drängt zur
Gestalt. Gestalt dürstet nach Inhalt.
– Che Chidi Chukwumerije (01.02.2020)
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung