Der Mensch warte lieber auf seinen Seelenheil
Als beim Teufel mittlerweile zu weil’
Kurz wird die Zeit, egal wie geil
Und kürzer noch: ihm wird die Ewigkeit nicht zu Teil.
– Che Chidi Chukwumerije.
Der Mensch warte lieber auf seinen Seelenheil
Als beim Teufel mittlerweile zu weil’
Kurz wird die Zeit, egal wie geil
Und kürzer noch: ihm wird die Ewigkeit nicht zu Teil.
– Che Chidi Chukwumerije.
Wichtiger als die Tat ist die Absicht
Manch ein grobes Wort, das man spricht
Verbirgt die Tatsache, daß hinter einem Gesicht
Ein gutes Herz leben könnte, belebt durch Licht.
Auf die rasche Antwort, Mensch, verzicht‘…
Denn das Leben, es ist ein Gedicht
Lies jeden Menschen langsam und mit Vorsicht
Bis Dir seine Absicht langsam einbricht
Deine Haut sei dick, Deine Haut sei dicht
Ob etwas sich gut anfühlt oder ob es sticht
Warte trotzdem mit Deinem Gericht
Denn wichtiger als die Tat ist die wahre Absicht
Schicht unter Schicht hinter Schicht neben Schicht
So sieht es aus hinter des Menschen Angesicht
Einfach und schlicht ist es wirklich nicht
Und verbirgt hier eine böse, dort eine gute, Absicht.
– Che Chidi Chukwumerije
Der Erdenkörper ist ein Betäubungsmittel
Wir sind blind und taub
Und zum Teil auch gelähmt
Das weitaus größere Teil von dem
Was es wahrzunehmen gibt
Bemerken wir nicht
Wir sehen es nicht, hören es nicht, fühlen es nicht
Wohl weil wir fleischlich eingemummt sind
Allein die Lichtsehnsucht kann uns befreien
Von aller Stofflichkeit.
– Che Chidi Chukwumerije.
Ein Gedicht
Pures Gewicht
Einsicht und Aussicht
Ein Gericht
Aber nicht.
Des Dichters Pflicht
Des Richters Licht
Schlichtes Gesicht
Ein Gericht
Aber nicht.
Etwas bricht
Jemand spricht
Eine kurze Nachtschicht
Lose und dicht
Pures Gewicht
Ein Gedicht.
– Che Chidi Chukwumerije.
Nein, nicht kristallgrün
Nachts ist mir schön
Nicht und nimmer feuerrot
Nein, denn Aussehen ist tot
Mich interessiert nicht
Was du hast in Aussicht
Einsicht allein ist mein Sehen
Das sollst du einsehen
Berühre mich nicht
Flüstere nicht. Das Licht
Ist sichtbar mit geschlossenen Augen
Und hörbar im Schweigen.
– Che Chidi Chukwumerije.

Guter Rat ist teuer
Gütige Tat noch scheuer
Als ein scheues Reh
Die Welt, sie tut weh
Wessen Selbst ist selbstlos?
So klein und doch eben so groß
Geben ohne verlangen
Sagt man, ist empfangen
Spürt man irgendwie aber auch
Unerklärliches Wissen im Bauch
Haben ist ein Gewicht
Es sei, man habe Licht
Und dann so ein Tag
Wie heute, über dem es lag
Durch Hoffnung befreit
Der Drang nach Menschlichkeit.
– Che Chidi Chukwumerije.
Eine seltne Melodie
Eine Waldfee war sie
Ein Flötenlied samt Wanderlust
Neugier und Nostalgie…
Und als sie wieder ging
Dies schlafander Schmetterling
Ward’s bittersüß in meiner Brust
Wie Neugewinn und Neuverlust.
– Che Chidi Chukwumerije.
Wir müssen zusammen halten
Denn die Stunde ist gekommen
Die Hasserfüllten wollen alle Gesellschaften spalten
Aber dies ist auch die Stunde
In der unsere Zivilisation einen Sprung macht
Nach Vorne in die nächste Runde
Unsere Werte werden überwiegen –
Die Furien sind entfesselt,
Zu wüten aber niemals zu siegen!
– Che Chidi Chukwumerije.