NEUE LIEBE

Erfahrung kommt
Will meinen Sinn für Abenteuer
Meine Lust nach Neuem
Meine Bereitwilligkeit, Rufen zu folgen
Verdrängen
Mir weg nehmen

Erfahrung hat gezeigt
Niemandem ist zu trauen
Keinem Wort, keinem Versprechen
Du musst dein Herz schützen
Unbedingt

Ich zweifle in der Nacht
Selbstgespräche…
Erfahrung sagt, das Menschenherz
Wird wieder lieben
Egal, was Erfahrung sagt
Denn dazu ist es geschaffen

So grau, diese Maitage
Grüner November, träume ich?
An Schönheit kann alles Sichtbare
Übertroffen sein, träume ich

Das Fremde fühlt sich an wie zu Hause
Eine lange Reise war eine kurze Pause
Es geht wieder nach Hause
Auch da draußen

Denn es ist mir ein Blick begegnet
Wild und angespannt atmet ein Pferd
Aufgeblasener Nase
Blickt nach Links nach Rechts
Weiß nicht wie es
Reagieren soll…
Denn plötzlich ist ihm bewusst geworden,
Ich bin gefangen.

 – Che Chidi Chukwumerije.

PANIKATTACKEN

Dieses Herz
Hart bangend
Denn sie gucken mich doch alle
So komisch an

Die Blicke sind dunkler
Ich schwöre es

Diese Gedanken
Sie fallen mir ein, nein
Überfallen mich
Denn ich bin ja Nährboden
Fremder Gedanken –
Ich bin Dichter…

Du kannst mich nicht retten
Niemand kann, vergiß es
Liebe mich einfach
Liebe mich tief, bedingungslos, wild, hemmungslos
Ganz tabulos…

Du lügst, ich habe keine Panikattacken
Ich will nur lieben
Und geliebt werden, atemlos.

– Che Chidi Chukwumerije.

REICH

Du machst mein Herz reich und weich…
Du bist ein Teich, in den ich tauche
Ein Halt, den ich brauche…
Ein etwas in meinem Bauch –
Du machst mein Herz weich und reich.

– che chidi chukwumerije.

LASS

Laß mich
Dich erreichen,
Dir entweichen
Dein weiches ich…

Ich guck hinein
In Dich hinein
Der Abendwein
Der Morgenschein

Glüht und glüht
Und glüht…

Laß mich
Dich erreichen,
Dir entweichen
Und streicheln,

Mein Schatz,
Dein weiches ich.
Dein weiches
Ich…

– Che Chidi Chukwumerije.

LIEBE

Warum bin ich von der Liebe
stets heimgesucht?
Sie schlägt mich mitten im Unerwarteten,
erweckt die tiefste Sehnsucht.

Sie zerreißt mich, durchwühlt mich,
stellt mich unter ihre Macht –
Sie überrascht mich, schwächt mich, bricht mich…
gibt nie Acht

auf meine Ängste, Hoffnungen, Vorurteile,
treibt mich gnadenlos zu meinem Heile.

Du brennst, Herz,
als würdest Du gleich verbrennen
und möchtest an einem Tag
gleich alle Ewigkeit erkennen.

– Che Chidi Chukwumerije.

MEINE SONNE

Eine Nacht wie jene Tage
An deiner Seite
In deiner schönen Weite

Schade. Du hasst mich jetzt
Nur Haß kann die Liebe ersetzen
Nur Nacht kann dem Tage folgen

Ferne ferne bleibe ich deinem Hassen
Bis es sich ausgehasst hat…
Meine Sonne wird aufsteigen –

– Che Chidi Chukwumerije.

WARST DU?

Warst du? Wo, du, wo? Irgendwo
Ist nirgendwo. Bleib fern

Nicht mehr so viel gibt es
Noch zu haben

Alles hat ein Ende – nichts
Hat zwei.

– Che Chidi Chukwumerije.

WAS NUTZEN TRÄNEN

Du schickst mir deine innigsten Gedanken
Bin ich das wirklich wert?
Wie kann man sich für so was bedanken?

Ein Versuch, das Gedicht bricht zusammen
Ich habe nichts, was an Wert
Dem nahe käme. Alles für sich, alles zusammen

Nichts nichts nichts. –
Das sind meine innigsten Gedanken.
Was reichen, was nutzen Tränen angesichts

Der Tendenz, in Schwachheit stets zu schwanken
Du bist treu, ich nicht
Das ist alles. Wo es zusammenbricht…

– Che Chidi Chukwumerije.

MEINUNG

Zweimal gekreuzt
Gerade Wege

Ein drittes Mal treffen wir uns
In der Meinung, dem Verständnis

Wir waren immer vereint.

– Che Chidi Chukwumerije.

NACHTSÜBER WANDERND

Daß ich davon nichts weiß
Ist das nicht eigenartig – ?
Nacht ist dein Rücken,
Tag deine Vorderseite – – –

Das ist dein Gesicht
Und Nachtsüber wandernd
Drehst du dich,
zweimal –

Wie ein Wunder
Wenn der Sieg dem verlorenen Kampf
Plötzlich entsteigt
Das ist dein Gesicht.

– Che Chidi Chukwumerije.