Wenn die letzte Stimme verhallt ist, Wenn die letzte Glocke schweigt, Wenn das letzte Lächeln gemalt ist, Wenn der letzte Mitreisende aussteigt… Wenn die Heiterkeit gestanden schmeckt, Wenn die Freundlichkeit hohl wird, Wenn das, was sich dahinter versteckt, Seine wahre Absicht endlich erklärt… Ich hab‘s viel zu häufig erlebt - Menschen, die vertraulich näher kommen, Und haben dabei nur darnach gestrebt, sich selbst zu finden, mich ausgenommen. Ist das schlecht? Wahrscheinlich nicht. Weniger zu finden ist besser als gar nichts. Doch mich schmerzt es, mit schweigendem Gesicht Sie gehen zu lassen ohne mein wahres Gedicht. Der Widerspruch liegt in der Tatsache, Dass dies überhaupt gesagt werden muss: Das Höchstwertige hält schweigsam Wache, Ungesehen, ungehört, kein Wink, kein Gruß. Jedes Jahr kommt Weihnachten erneut, Steht beiseite, allein, beobachtet bei gross und klein Wie der Mensch sich beschenkt, feiert und freut, Dann geht es wieder ohne verstanden worden zu sein. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
