Ich fühle mich zu sehr geborgen
Zu viel, das Lächeln
Zu wenig, das Lachen an sich
Kein Feuer mehr. Schlafsesselige Seele.
Gift.
– Che Chidi Chukwumerije
Ich fühle mich zu sehr geborgen
Zu viel, das Lächeln
Zu wenig, das Lachen an sich
Kein Feuer mehr. Schlafsesselige Seele.
Gift.
– Che Chidi Chukwumerije
Der Wind weht wieder
Der sich so lange gelegt
Eine Feder fühlt sich neu bewegt
Ein Blatt, ein Herz voller Lieder
Unruhig und kurz war der Winterschlaf
Kein Schnee, kein Schweigen
Sehr wach, sehr eigen
Ein Schiff halb geankert am Haf’
Nur diese eine Nacht
Letztes Wochenende
Ein paar Schneeflocken haben gebracht
Die ganze Weltenwende.
– Che Chidi Chukwumerije.
Schön
Wie der Schnee
Auf dem Laube liegt
Schön
Wie das Reh
Über den Schnee fliegt
Schön
Wie der Tautropf’
Zittert in der Sonne Glut
Schön
Wie dein Kopf
Auf meiner Schulter ruht.
– Che Chidi Chukwumerije
Nur eines habe ich gelernt
Du musst auf den Schlag verzichten
Denn die Kettenreaktion
Der entzieht sich niemand, auch du nicht
Die Erinnerung verfolgt mich
Jahr und Jahrzehnt um Jahr und Jahrzehnt
So früh am Lebensmorgen, kaum siebzehn
Doch verzichtete ich nicht auf den Schlag, den Rückschlag
Die Kettenreaktion, ihr entzieht sich niemand
Sie entfaltet sich in allen Richtungen
Wechselwirkung fragt nicht nach Gerechtigkeit
Alle Betroffenen sind beteiligt – auch Generationen später.
Bevor ich verschwinde, singe, gelinde, ich
Verzichte auf den Tiefschlag
Der Rückschlag wird wie eine lange Hand sein
Die alles umfasst. Lehrer. Richter. Unerbittlich –
Nur eines habe ich gelernt
Der wahre Sieg, der ist subtil; unfassbar.
– Che Chidi Chukwumerije.
Dein Körper sprach
Mein Körper brach
Fließe, fließe, kleiner Bach…
Das Harte geht unter
Das Zarte wird bunter
Meine Liebe, sei munter
Und mach’s dem Bache nach…
– Che Chidi Chukwumerije
Jede kleine Schneeflocke
Die in dem Winde schwam
Schwam in mir
Ich nahm das Telefon
Vom Schnee da draußen
Erzählte ich dir
Jeder Schrei der Entzückung
Den du ausstieß
Klang wie ein Lied
Das ich immer noch innerlich hörte
Lange nach dem der Schnee
Schmolz und schied.
– Che Chidi Chukwumerije
Warum bin ich von der Liebe
stets heimgesucht?
Sie schlägt mich mitten im Unerwarteten,
erweckt die tiefste Sehnsucht.
Sie zerreißt mich, durchwühlt mich,
stellt mich unter ihre Macht –
Sie überrascht mich, schwächt mich, bricht mich…
gibt nie Acht
auf meine Ängste, Hoffnungen, Vorurteile,
treibt mich gnadenlos zu meinem Heile.
Du brennst, Herz,
als würdest Du gleich verbrennen
und möchtest an einem Tag
gleich alle Ewigkeit erkennen.
– Che Chidi Chukwumerije
Ich sehe einen schönen Pfad
Durch einen schönen Wald
Braune Blätter lagen auf dem Boden
Es war Abend, lautlos, kalt
Die Bäume waren leer
Ich sah durch alles hindurch
Rote Dächer und braune
Glocken läuteten, eine Kirche
Ein ganz stiller Platz
Zwischen den Bäumen
Still wie ein Friedhof
Land ewiger Träume
So kurz dauert die Reise
Gar ein Spaziergang
Dachte ich, während der letzte
Glockenton ausklang.
– Che Chidi Chukwumerije
Weiche nicht zurück
Wenn ich schiebe, umarme mich
Verliere nicht die Hoffnung
Wenn meine Fußabdrücke blass werden
In Deinem Herzen kennst Du den Weg
Mein Berg bist Du, meine Eiche, und mein Meer..
Che Chidi Chukwumerije.
Du stehst hinter mir
Eine Eins
Die Sonne, die ich kannte
Sie war nur Morgendämmerung
Here comes the sun –
Che Chidi Chukwumerije.