Je länger ich dem Winde lausche,
desto deutlicher höre ich die Innere Stimme.
Rätselhafte Austausche
Ego-Pantomime.
– Che Chidi Chukwumerije.
Je länger ich dem Winde lausche,
desto deutlicher höre ich die Innere Stimme.
Rätselhafte Austausche
Ego-Pantomime.
– Che Chidi Chukwumerije.
Wieder ein neuer Tag
Die Reifen rollen, ich sitze
Sitze fest und ruhig
Das Frühstück war anders heute
Die ersten Minuten sind gut überstanden
Ich bin mein neuer Tag
Geworden.
Tag im Tag.
Ich fahr durch meine Gedanken
Unterwegs zum Büro
Hauptstadt ist eine Urempfindung
Straßen befinden sich im Bau
Immer
Immer wieder
Wieder verstehe ich nur die Bäume
Sie sind, was sie sind
Wie viele sind wir im Bus?
Das einzig Verbindende ist nicht mal ein Gruß.
– Che Chidi Chukwumerije.
Wach auf
Leise
Lass uns zusammen
Musik machen
Gemeinsam die Töne streicheln
Bis sie vor Glücke schreien
Lass uns mit nackten Zehen
Tanzen im zitterndem Silberstrahl
Des Mitternachtmondes
Bald kommt
Die aufsteigende Wärme der Sonne Wonne
Mit einem leisen Seufzen zergeht die Nacht
Und die Musik wird zum Tagtraum
Wellengleich beweg Dich
Auf und runter
Nach vorn nach hinten
Nach links und nach rechts rollen
Innig berühre die flüsternde Stimme
Das Leben ist ein Tanz für die
Die gemeinsam Musik machen.
– Che Chidi Chukwumerije.
Ein Gedicht
Pures Gewicht
Einsicht und Aussicht
Ein Gericht
Aber nicht.
Des Dichters Pflicht
Des Richters Licht
Schlichtes Gesicht
Ein Gericht
Aber nicht.
Etwas bricht
Jemand spricht
Eine kurze Nachtschicht
Lose und dicht
Pures Gewicht
Ein Gedicht.
– Che Chidi Chukwumerije.
Die Seele eines Fremden
Klopfte an meine Tür einmal in der Nacht
Statt mich erschrocken oder träge abzuwenden
Bin ich erwacht, hab aufgemacht und mir dabei nichts gedacht
Meine Lebensblätter aber würde sie wenden
Denn viele neue Gedanken hat sie mitgebracht
Jetzt ist sie fort, aber fremd nicht mehr
Denn alles, was sie hinterließ, es lebt noch alles hier.
– Che Chidi Chukwumerije.
Literatur ist lügnen
Worte sind Lügen
Dein Leben ist dein Gedicht
Nicht wenn ich reime, reimt es
Sondern wenn sich meine Kreise schließen
Und Wort und Tat sich übereinstimmen.
Die Kunst ist gekünstelt
Alles andere – häßlich oder schön –
Das sind deine wahren Kunstwerke.
– Che Chidi Chukwumerije.
Das Gesagte ist nur halb gewagt
Den Rest lass Sein.
– Che Chidi Chukwumerije
Ich befinde und bewege mich plötzlich an einem Ort jenseits von Worten, und wie ich hierher gelang, kann ich nicht sagen.
Auf einmal sehe ich die Welt anders und so wie ich sehe, lässt sich nicht in Worte drücken, geschweige denn über Worte zum Ausdruck bringen.
Empfindungen. Bilder. Begriffe. Aufnehmen. Wissen. Lieben. Schweigen.
– Che Chidi Chukwumerije.
Vorbei ist
Der letzte Augenblick
Vorbei ist
Noch nicht mein Geschick
Vorbei ist
Jede halbherzige Freundschaft
Vorbei ist
Noch nicht unsere Bekanntschaft
Dafür ist unser Bekanntschaftsgrad viel zu hoch
Tief sind wir zusammen gefangen in einem Loch
Vorbei ist
Der mich bisher führende Traum
Vorbei ist
Noch nicht sein gezeugter Baum
Vorbei ist
Der Regen samt allem Getümmel
Vorbei ist
Noch nicht der erzeugende Wolkenhimmel
Alles hat ein Ende, aber manchmal eben zwei
Denn Zu Ende heißt nicht immer gleich Vorbei
Vorbei ist
Noch nichts, dessen Anfang noch besteht
Vorbei ist
Noch nichts, dessen Ausgang noch aussteht
Vorbei ist,
Was seinen Kreis geschlossen hat
Vorbei ist
Was geschlossen wurde mit einer guten Tat.
– Che Chidi Chukwumerije.
Erdkund, stolperrund
Blatt Vormund
Migration im Hintergrund
Integration im Vordergrund
Doch diese Stelle … bleibt wund.
Der Bund ist der innere Bund
Unsichtbar und …
– Che Chidi Chukwumerije.