NICHT UMSONST, DIE EINSAMKEIT

Nach über vier Jahrzehnten
Habe ich mich langsam an die Einsamkeit gewöhnt
Die zweite Hälfte war die schlimmere
Aber das Warten hat sich gelohnt
Das Erdenleben war nicht umsonst gelebt

Mit einem lachenden Herzen
Bei Sonnenaufgang in die Welt hinauszugehen
Fällt mir leichter als traurige Schwere
Leichter als Angst und Enttäuschung das Säen
Von Hoffnung in Freude angestrebt

Lang war mein Leben
Ein Warten auf den Tod, mein Tod ein Harren
Aufs Leben, das Leben war schneller
Denn die Einsamkeit war fester eingefahren
Meine Seele hat gezittert und gebebt

Doch womit ich nicht rechnete:
Die Einsamkeit selbst entfesselte
Den Morgen in mir
Und als ich am Rande der Kluft stand
Begriff ich, was uns verband:
Das Sehnen nach dem großen Mehr.

– Che Chidi Chukwumerije.

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