NACHT NUR

Der Abend umarmt mich
Mit tausend Gedanken
Für die ich mich bedanke ohne Vorbehalt

Die Gestalt war nur ein Vogelgedicht
Eine kurze Nachricht der jungen Nacht
Einsicht heißt das Gedicht –

Ich sage Gute Nacht, gute Nacht…
Du hast meinen Tag
Schön gemacht –

– che chidi chukwumerije.

11 thoughts on “NACHT NUR

  1. Hallo Aka, dieses Gedicht finde ich wunderschön, aufgrund seiner Einfachheit, seiner Klarheit. Ich hab’ mal eine Frage an dich: Kannst du mehr auf Englisch oder auf Deutsch deine Gefühle ausdrücken? Welche Sprache scheint dir reicher für die Poesie?

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    1. Hi Sherry,

      vielen Dank für Deine An-teil-nahme 🙂 und für das Kompliment.

      In der Tat denke ich machmal, daß ich mich auf Deutsch einfacher ausdrücken kann, wahrscheinlich weil ich dies bezüglich kein Gepäck mit im Schlepp habe. Auf Englisch bin ich manchmal von allem verwirrt, was ich seit der Kindheit in Schule und Gesellschaft gelernt und erlebt habe. Aber that’s just me.

      Ich weiß echt nicht, welche Sprache für die Poesie reicher ist, selbst für mich persönlich. Als ich in den neunziger Jahren anfing, auf Deutsch zu dichten, kam ein neues Teil in mir zum Leben und dieses Teil kann und kennt irgendwie nur Deutsch, seine Mutter.

      Genau so wie es etwas in mir zu geben scheint, was vermutlich nur Englisch kann. Das selbe mit Igbo auch.

      Ich denke aber, nicht die äussere Sprache ist wichtig, sondern der innere Dichter in jedem. Er findet immer einen Weg, seine Poesie nach Aussen zu transportieren…

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      1. Lieber Aka Teraka, ich bin gerade “zufällig auf diese Seite gestoßen”, nachdem ich bei Google den Namen Ara-Masdah eingegeben habe und Sie schreiben in einer Antwort an Sherry: Ich habe ein bißchen in Deiner “Iran-Geschichte” gelesen, mit der Hoffnung etwas über König Ara-Masdah und Prinzessin Diyanitra zu erfahren.
        Genau darüber möchte ich auch mehr erfahren. Ara-Masdah war ein Fürst in Persien, ich schätze ca. 1700 – 1900 vor Christus und er hatte mit Diyanitra einen Sohn namens Omaram, später genannt Abd-ru-shin. Ist dieser König (Fürst) historisch bekannt? Danke für eine Antwort!

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        1. Hi Joana,
          ich glaube, das Wissen schlummert als schwache Erinnerung tief im Geist des Menschen. Deshalb mutierte der Name bereits bis zur Zeit von Zoroaster/Zarathustra in deren Namen für Gott, Ahuramasdah.
          Oskar Ernst Bernhardt schrieb nun unter dem Namen “Abd-ru-shin” in den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts das Werk “Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft”, herausgegeben vom Verlag Alexander Bernhardt, Tirol.
          Ich hab’s gelesen und kann es jedem Suchenden empfehlen – da wird erstaunlich viel Wissen priesgegeben.
          Mehr weiß ich im Moment nicht.
          Viele Grüße,
          Aka Teraka.

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          1. Lieber Aka Teraka! Zu Deinem Kommentar vom 12. um 23h23 (hm…) für den ich mich bedanke, folgenden Hinweis. Auf der Seite : http://verwehte-zeit-erwacht-band2.blogspot.de/2012/10/i-die-persischen-eltern.html wird über die persischen Eltern (Ara-Masdah und Diyanitra) von Abd-ru-shin berichtet. Ja, das Buch kenne ich und schließe mich Deiner Empfehlung an! Ich bin noch auf der Suche nach den persischen Wurzeln des Namens Parzifal. Parsi, so konnte ich erfahren heißt aus Persien kommend. Ist das richtig?
            Lichtvolle Grüße!

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            1. Hi Joana,
              ich sehe das ein bißchen anders. Es gibt nichts Ewiges oder Geistiges oder gar Göttliches, was seinen Ursprung oder seine Wurzeln im Irdischen haben kann. Sondern umgekehrt.
              Aus dem, was mir nun klar ist, kam chronologisch gesehen das Stoffliche und mit ihm die Erde als Letztes zum Vorschein. Daher kann der Name PARZIVAL mit seiner Persönlichkeit, der der Anfang und Ausgangspunkt ist, keine persischen oder sonstwelche erdenkulturellen Wurzeln haben.
              Die Wahrheit liegt eher in Abd-ru-shin’s Worten, in denen er zum Beispiel erklärte das Parzival “Das Reine Tor” (nicht der reine Tor) bedeutet und erklärt auch warum. Mir scheint das Sich Öffnen dieses Tores das wahre Wunder und das wahre Enthüllen von wichtigen Geheimnissen zu sein.
              Ich wünsche Dir viel Glück auf Deiner Suche.
              Mit freundlichen Grüßen,
              Aka Teraka.
              PS – ich schicke Dir diese Antwort auch per Email zu. Denn so lässt sich besser diskutieren.

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    2. Danke, Aka, für deine Antwort. Igbo ist eine Sprache aus Nigeria, oder?

      Ich kann besser Deutsch als Persisch. Aber die persische Sprache bietet mir mehr Mythologie hinter jedem einzelnen Wort, als es die deutsche Sprache tut. Aber ich schreibe fast nur auf Deutsch. Englisch finde ich passender, wenn man sehr optimistische und lebendige Texte schreiben möchte. Deutsch ist hingegen schwerer, verbindlicher, melancholischer. Kommt mir zumindest so vor. Aber letztendlich hast du Recht. Der Dichter findet immer einen Weg …

      Bis bald, und ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg!

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      1. Hi Sherry,

        Das ist schön, Dich kennen zu lernen. Vielleicht schreiben wir mal ein Gedicht zusammen, ein Duett… 🙂 Was sagst Du?

        Ja, Igbo ist eine Sprache in Südost-Nigeria, wo meine Familie her stammt.

        Ich habe ein bißchen in Deiner “Iran-Geschichte” gelesen, mit der Hoffnung etwas über König Ara-Masdah und Prinzessin Diyanitra zu erfahren. Leider war nichts da. Von Zoroaster scheint auch wenig drin zu sein. Vielleicht habe ich einfach zu schnell und flüchtig gelesen. Ich muß aber irgendwann mal, wenn ich viel Zeit habe, das Ganze in aller Ruhe durchlesen. Ich finde es schön, wieviel Zeit, Mühe und Liebe Du in die Arbeit gesteckt hast. Die persische ist eine sehr fesselnde Kultur und Geschichte.

        Es ist interessant, wie Du Englisch und Deutsch beschreibst. Das stärkt mich in meiner Vermutung, daß man in der Landessprache oft mit viel mehr psychologischem Gepäck unterwegs ist.

        Dir auch alles Gute und viel Erfolg, und bis bald.

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      2. Die Freude ist ganz meinerseits. =) Ein gemeinsames Gedicht? Das wäre mir zwar eine Ehre, aber ich frage mich, wann mich die Muse für ein Gedicht wieder küsst. Ich bin kein Profi und kann nicht jederzeit schreiben. Aber ich finde die Idee trotzdem schön. ❤

        Ach, die “Iran-Geschichte” ist nicht von mir, und eigentlich bin ich genauso wenig zufrieden damit, wie alle anderen, die sich mit Iran bereits auskennen. Es soll nur ein grober Überblick sein. Wie soll man auch 8000 Jahre Kultur dort festhalten? Zartosht (persische Aussprache) ist ein sehr großes Thema für mich. Ich wüsste gar nicht, wo ich anfangen sollte. Und das Altiranische Iran sowieso.

        Deine Theorie über Sprache ist bestimmt richtig, zumindest hat sie einen wahren Kern. Aber in meinem Fall müsste es ja genau andersherum sein. Da ich seit meinen frühsten Lebensjahren in Deutschland bin und Deutsch auch besser kann als Persisch, müsste mir Deutsch “reicher” vorkommen, mit mehr psychologischem Gepäck. Aber in diesem Fall geht es wirklich um die Sprache selbst. Wenn ich in meinen Gedichten das Wort “Rose” benutze, dann bedeutet es vielleicht “Stolz”, “Schönheit”, “Blume”. Aber auf Persisch ist die Rose ein Symbol oder eine Metapher für viele Zustände, viele Dinge, viele Atmosphären. Ich glaube, das liegt einfach an der reichen Mythologie, die weitergegeben wird. Solche Phänomene gibt’s bestimmt auchauf Igbo. Eure Mythen und Archetypen sind vermutlich andere. Ich weiß so wenig über deine Kultur. =(

        Bis bald, lieber Aka.

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        1. Die Rose. Das lässt mich an Diyanitra denken.
          Auch Zarathushtra ist mir sehr wichtig, Es gibt Dinge, die so groß und tief sind, daß sie irgendwie nicht mehr einer einzigen Kultur gehören, sondern gleich der ganzen strebenden Menschheit.

          Auch Igbo hat seine Innenseiten, die sich in seiner Sprache versteckt zum Ausdruck kommen. Stolz und Eigenständigkeit spielen eine große Rolle in dem Igbo-Urgeist. Ein gutes Buch, um einen Einblick in das alte Igbowesen zu gewinnen, ist der Roman “Alles zerfällt” von Chinua Achebe.

          Das Gedicht muß nicht schnell entstehen. Wir können es auch langsam machen. Ich schicke Dir eine Email, liebe Sherry, mit einem öffnenden Vers…

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